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Angel + Blood (Band 1)

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Genre: Science Fiction / Fantasy
Reihe: Band 1
Titel: Angel + Blood
Autoren: Chaco Abeno
Daten: Egmont Manga (Dezember 2014), Taschenbuch, 194 Seiten, 7,50 EUR, ISBN: 978-3770482788

Eine Rezension von Judith Gor (Weitere Rezensionen von Judith Gor findet ihr hier auf fictionfantasy oder auf ihrer Website www.literatopia.de)

 

Die „Seika“-Akademie ist eine schwimmende Stadt vor der Küste Tokyos – und keine gewöhnliche Schule. Die Einrichtung wurde von der Uno gegründet, um Menschen mit besonderen Fähigkeiten für den Kampf gegen sogenannte Engel auszubilden. Dabei handelt es sich um Ätherkörper, die eine engelähnliche Gestalt besitzen und vor einiger Zeit begonnen haben, die Menschheit anzugreifen. Leider verfügt die Akademie nur über wenige Kombattanten, die stark genug für einen Kampf sind. Kentaro und Shinobu können es hingegen ganz ohne Akademie-Ausbildung mit einem mächtigen Engel aufnehmen. Doch sie nennen diesen nicht Engel, sondern Götterbote. Noch bevor sie die Akademie erreichen, werden sie in einen Kampf verwickelt …

Angel + Blood ist das neuste Werk von Chaco Abeno, welche mit Titeln wie Chrome Breaker und Bibliotheca Mystica im Mystery-Bereich bekannt wurde. Auch Angel + Blood enthält einige Mystery-Elemente, die allerdings in ein innovatives Science-Fiction-Setting eingebettet wurden. Die Zukunft wirkt  trotz der Angriffe durch die Engel utopisch, denn die Menschheit ist im Anbetracht des gemeinsamen Feindes dazu gezwungen, zusammenzuarbeiten. Die „Seika“-Akademie erscheint zudem strahlend hell und hoch technisiert. Den Kombattanten stehen diverse Mittel zur Verfügung, um ihre Fähigkeiten zu trainieren. Allerdings setzt die Akademie ganz auf Wissenschaft und moderne Technik.

Kentaro und Shinobu verlassen sich mehr auf ihr Gefühl. Shinobu kann die Götterboten bereits aus einigen Kilometer Entfernung spüren. Sie treten dem Feind mit größtem Respekt gegenüber und sprechen nicht davon, die Engel zu vernichten. Viel mehr wollen sie sie „nach Hause“ in den Himmel schicken. Shinobu übernimmt dabei den zurückhaltenden und geheimnisvollen Part, der mit einer eigenwilligen Origami-Technik kämpft, während Kentaro überdreht und lässig daherkommt. Er bekämpft die Götterboten mit einem Schwert aus einem speziellen Material, das auch die Akademie-Kombattanten benutzen, um ihre Kräfte zu bündeln. Woher Kentaro und Shinobu ihr Wissen über die Engel haben, wird nur angedeutet. Sie erscheinen beide bereits viel Erfahrung mit dem Gegner zu haben – die Geschichte beginnt also mittendrin.

Man merkt dem ersten Band deutlich an, dass Angel + Blood aus nur zwei Bänden besteht. Die Story wird relativ schnell vorangetrieben, die Charaktere kennen den Feind bereits und sind aktiv am Kampf beteiligt. Da bleibt wenig Zeit für Erklärungen, doch Chaco Abeno gelingt es trotzdem, ihre Welt interessant zu gestalten. Man erfährt alles, was man wissen muss, um der Geschichte gut folgen zu können. Bemerkenswert ist vor allem die freundschaftliche Verbindung zwischen Kentaro und Shinobu: Die beiden scheinen jeweils ihre Geheimnisse zu kennen und sie vertrauen einander blind. Sie sind ein gutes Team und vor allem zwei ganz unterschiedliche, charismatische Charaktere, die man gerne in Aktion erlebt. Für die nächsten Band wünscht man sich vor allem mehr Informationen über die Engel / Götterboten und dass die Story nicht überladen ist.

Zeichnerisch fällt vor allem Kentaro aus dem Rahmen, denn einen so flippigen Charakter hat Chaco Abeno bisher nicht gezeichnet. Im Vergleich zu früheren Manga werden in Angel + Blood mehr Hintergründe eingesetzt, die eine schöne Science-Fiction-Atmosphäre schaffen. Da Kentaro und Shinobu zwei sehr unterschiedliche Protagonisten sind, kommt es zu einigen lustigen Szenen, die mit niedlichen SD-Zeichnungen aufwarten. Die Kampfszenen entfalten eine schöne Dynamik und in leisen Momenten erinnert Shinobu optisch ein wenig an Kamui aus X / 1999.   


Fazit

Angel + Blood legt einen vielversprechenden Start hin, allerdings könnte sich die Story als zu komplex für gerade einmal zwei Bände erweisen. Kentaro und Shinobu sind gänzlich unterschiedliche und beide auf ihre Art sehr charismatische Charaktere, die den Leser sofort faszinieren. Der erste Band bietet viel Action, wartet aber auch mit stillen und sehr persönlichen Momenten sowie einem coolen Science-Fiction-Setting auf.

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