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Arcanum (Bände 1-5)

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Titel: Arcanum
Story und Zeichnungen: Brandon Peterson
Verlagsdaten: Top Cow / Image Comics - in Deutschland bei Splitter erschienen, 1996


Eine Besprechung / Rezension von Sten Hübler.

Ming Chang wird in den Kampf von Gut und Böse gerissen. Mit magischen Kräften ausgestattet die sie nicht beherrschen kann, buhlen zwei Seiten um ihre Hilfe. Auf der einen sind die Avataras des Lichtes, auf der anderen die der Dunkelheit. Beide Seiten spiegeln das Wesen des Menschen wieder, praktisch seine beiden Extreme. Die Avataras können die Magie benutzen, welche die Welt durchströmt.
Ming hat nun ebenfalls diese Kräfte, nur will sie eigentlich mit all dem nichts zu tun haben. Da tritt Baron in Erscheinung und führt Ming ins Asylum, einer Zuflucht die an mehreren Orten gleichzeitig existiert. Es gibt dort weder den Tod, noch darf dort der Kampf zwischen Gut und Böse ausgetragen werden.
Baron hat eine Art neutrale Stelle, er steht auf keiner der beiden Seiten und scheint trotzdem ungeheuer mächtig. Wenn ein Avatara stirbt, übernimmt er dessen Magie. Ming Chang wird nun zuerst von den Avataras der Schattenseite und ihren Häschern verfolgt. Ohne zu wissen was denn eigentlich passiert setzt sie dabei ihre Kräfte ein. Als es dann trotzdem für sie keinen Ausweg mehr gibt, erscheinen Marie, Luiz Benitez, und Ramat Nassir und besiegen die Golems, leere Hüllen, die mit Magie von Menschen gesteuert werden. Sie flüchten ins Asylum, was von außen wie ein Club aussieht.
Doch da erscheint Franklin Blake persönlich. Der Anführer der bösen Avataras.
(2#) Doch er hat die Regeln gebrochen, denn im Asylum hat er keinen Zutritt und Baron verbannt ihn aus seinem Reich. Baron erklärt nun Ming die Zusammenhänge und schenkt ihr ein Medaillon, das ihre magischen Kräfte bündelt.
Ming schließt sich nun Ramat Nassir und seinen guten Avataras an, Georgi Milovic, Marie Isanove und Luiz Benitez.
Sie begeben sich in den Cyberspace, wo ihre Basis steht. Diese Dimension entstand durch den Glauben der Menschen, denn die Magie wird von der Phantasie der Menschen genährt, die langsam annahmen das es so etwas wirklich gibt. Und es entstand.
Dort lernt sie Quentin kennen, einen Zauberer der Theurgen. Sie erfährt viele verwirrende Dinge und die Zeit der Ruhe ist auch nicht von Dauer, denn Blake hat den Weg in die Basis gefunden und greift den Stützpunkt an. Er ist nicht mehr zu retten und alle fliehen, nur Ming schafft es nicht und wird in die Zauberbibliothek, die Festung von Franklin Blake entführt.

 

(3#)Ramat Nassir und seine Avataras erkennen, daß sie Ming verloren haben und wissen, daß sie in großer Gefahr schwebt. Doch Blake gibt sich Ming Chang gegenüber ganz anders. Er will nur mit ihr reden und sie überzeugen, daß seine Sache die richtige ist. Doch Ming will ihm nicht glauben und versucht zu fliehen. Doch als sie erkennt, daß sie keine Chance hat, da sie in der versunkenen Stadt Atlantis ist, hört sie Franklin Blake zu.
Er erzählt ihr von den Theurgen und ihrem Anführer Matthew Royale ( der übrigens schon in Mediaval Witchblade eine Rolle spielte). Diese Zauberer sammeln seit Jahrtausenden Wissen, beobachten die Welt und halten sich versteckt. Ihr Glaube ist das Wissen, die Höchste Macht.
Sie kennen die größten Geheimnisse der Welt: das Versteck des Grals, die Geschichte von Atlantis und sie haben magische Türen zu jedem Ort der Welt.

 

Blake erklärt ihr die wahre Natur von Gut und Böse. Das es diese Begriffe nicht gibt und sie immer nur vom jeweiligen Standpunkt gelten. Er zeigt ihr ihre eigene dunkle Seite und fragt sie, ob sie lieber für sich leben will, oder für eine Welt, die nicht gerettet werden will, und es auch nicht verdient hat.
Nassir hat sich nach einigen internen Streitereien inzwischen entschieden Ming zu retten. Sie machen sich auf den Weg in die Höhle des Löwen. Doch Ming's Rettung scheint nicht so einfach, denn sie laufen direkt in die Falle von Franklin Blake!

 

(4#) Beide Avataragruppen stehen sich gegenüber, ein wildes Scharmützel beginnt, aus dem sich Ming aber raushält. Nach und nach werden Marie, Georgie und Luiz ausgeschaltet, bis nur noch Ramat Nassir gegen Blake kämpft. Ming erfährt, daß sie beide Brüder sind, die um das Schicksal der Welt kämpfen. Doch da ist abseits auch Matthew Roayle. Blake fängt an Ramat mit Magie zu beschwören, er will ihn mit der eigenen Finsternis bezwingen. Doch als Nassir diesen Bann mit komprimierter Avataraenergie von sich stößt, leitet Royale diese Energie um und tötet Franklin Blake. Da erscheint Baron um Blake's Magie aufzufangen, doch als diese den Körper des toten Avatara verläßt, verleibt sie sich Royale ein. Er ist nun auch ein Avatara. Er hat das Schwert Sets und ist damit ein Avatara der Finsternis. Baron ist außer sich, doch Royale lacht ihn aus. Er prallt nichts könnte ihn mehr stoppen. Er werde den Weltuntergang einleiten und alle Macht an sich reißen. Er ist sich sicher, daß Baron ihm nichts tun kann, da er keinen Avatara töten darf. Doch Baron läßt sich hinreißen und durchbohrt Royale mit seiner Sense. Doch das bringt alles aus dem Gleichgewicht, denn wenn Baron Partei ergreift und nicht neutral bleibt, bringt er die Ordnung durcheinander. Er verliert seine Kraft und nimmt damit auch allen anderen Avataras ihre Magie. Nur Ming ist nicht betroffen, und sie tut das einzig richtige. Sie wiederbelebt Royale, woraufhin alle ihre Kraft zurückerhalten.
Damit hat sie aber auch gezeigt, daß sie auf der neutralen Seite steht. Ihr ist dieser Krieg zuwider, in dem über das Schicksal der Menschen entschieden wird, ohne das diese davon Wissen. Sie geht ins Asylum, und Ramat und seine guten Avataras müssen ohne sie weitermachen. Baron hilft ihnen aus Atlantis, aber danach stehen sie wieder ganz am Anfang.

 

(5#) Diese Geschichte beginnt mit dem Royale, wie er 1174 n. Chr. zur Zeit der Kreuzzüge im Morgenland als Priester tätig ist. Nach all dem, was er in zwei Jahren Krieg erlebt hat, verlor er aber seinen Glauben. Er hat Dinge erfahren und Orte gesehen, die ihm zu einem anderen Menschen werden ließen. Er befindet sich gerade auf einem Schlachtfeld und sucht ein koptisches Kreuz, was er dann auch findet
In der Gegenwart, befindet sich Nassir in Florence. Er liest das Tagebuch Royales, das sie ihm entwenden konnten. Er versucht mit Hilfe dieses Buches, auf die Hintergründe Royales zu kommen. Er will wissen, was er erreichen will, was sein Ziel ist.
Wieder in der Vergangenheit, hat Royale einen Priester einer Geheimsekte gefangen genommen, die im Besitz uraltem Wissens ist. Er verlangt von ihm Auskunft, über das Kreuz, das er fand.
Zurück in Florence fangen Marie und Georgie einen Streit an. Georgie regt sich über Maries Haltung auf, die den Krieg ja als so glorreich und edel ansieht, da man ja für das Gute kämpft. Marie nennt ihn daraufhin feige. Da tritt Ramat dazwischen und bringt sie auseinander. Wenn sie anfangen sich selbst zu bekämpfen ist schon alles verloren. Er fängt an zu verzweifeln. Royale hat inzwischen Sets Schwert in der Kirche des koptischen Priesters gefunden. Der Priester erzählt ihm eine Geschichte von Horus, dem Sohn Osiris der von Set sein Recht fordert.
Denn Set brachte seinen Vater um, und Horus will nun den Thron von Heliopolis, der Stadt der Götter zurück. Doch Set ist auch niemand anders als Baron, der hier als personifizierte Finsternis auftritt. Horus lenkt Set ab, währenddessen seine Mutter nach Heliopolis gehen kann und den Herscherstab Horus's Vater holt. Mit diesem gelingt es Horus Set zu bezwingen. Er schließt das Tor zur Stadt der Götter und läßt Set zurück. Er denkt mit seinem Schwert wieder siegen zu können, doch es ist verschwunden, denn ein Anhänger von Horus hat es in seinen Besitz gebracht. Dieser gründete dann diesen Orden, der Jahrhunderte später immer noch im Besitz des Schwertes ist, das ihm aber Royale jetzt abnahm.
Ramat weiß nun was zu tun ist. Sie müssen nach Ägypten.

 

Eine interessante Geschichte, die auf mehr hoffen läßt. Splitter bemüht sich bei diesem Comic auch etwas mehr um die Leser und bringt ausführliche Erläuterungen zu Fremdwörter wie Avatara (zur Erde herabgestiegener Gott), Theurgen (Zauberer) oder Arcanum (Geheimlehre). Die Bilder sind gut gezeichnet mit den bekannten Computereffekten und der Kolorierung.

 

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