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SF Film Blog

Batman Forever

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Reihe: Batman
Titel: Batman Forever
Regie: Joel Schumacher
Drehbuch: Lee Scott-Batchler, Janet Scott-Batchler, Akiva Goldsman
Darsteller: Val Kilmer, Tommy Lee Jones, Jim Carrey, Nicole Kidman, Chris O'Donnell, Michael Gough
Musik: Elliot Goldenthal
FSK: 12
Laufzeit: 122
USA, 1995

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Wieder einmal kostenlos in eine Vorpremiere gekommen (Geheimtip: Wer die TV Spielfilm hat, da gibt es unter "Kino" öfters ein Angebot: Wer anruft, kriegt Freikarten in allen Großstädten. Das klappt sogar noch Tage nachdem die Zeitung erschienen ist!), warteten wir gespannt auf den "neuen" Batman, der ja so erotisch und nicht mehr so düster sein soll. Regisseur Joel Schuhmacher erschreckte uns dann auch gleich mit einer Anfangsszenerie, die so bunt, schnell und ohrenbetäubend war (es lebe Dolby-Sorround), dass man wie aus einem Alptraum erwachte, als die Story dann losging.

Zum Inhalt:
Gotham City wird von Harvey Two-face heimgesucht (dessen Lebensgeschichte wird nur kurz nacherzählt). Dabei trifft Batman zum ersten Mal auf die Psychoanalytikerin, deren Namen ich vergessen habe (sie ist sehr blond). Sie verliebt sich in ihn und ruft ihn am Abend mit Hilfe dieses Leuchtnotfalldinges zu sich. Batman kommt und schimpft ob dieses Missbrauchs. Kurz bevor sie sich küssen, kommt der Polizeichef und fragt, was denn los sei, worauf Batman verschwindet.

Schnitt: Bruce Wayne besichtigt eine seiner Firmen, als ein junger Mann, dessen Idol er ist, auf ihn zustürzt, um ihm von einer Erfindung zu erzählen, die er gemacht hat und die Geistesströme lenkt und kollektiert. So kann man Menschen virtuelles Fernsehen bieten, meint er. Bruce sieht die Gefahr und lehnt ab. Der junge Mann wird total gaga und probiert seine Erfindung an seinem Vorgesetzten aus, indem er ihm sein ganzes Denken und Wissen entzieht und sich selbst einspeist. Der Vorgesetzte stirbt und der Täter verschwindet nach Hause in sein Privatlabor, nachdem er noch die Überwachungskameras so manipuliert hat, dass ein Selbstmord des Vorgesetzten gezeigt wird.

Derweil treibt Two-face wieder sein Unwesen und Bruce, der mit der Psychoanalytikerin am Tatort, einem Zirkusspektakel, ist, kann nicht eingreifen. Als sie versuchen, die gelegte Bombe zu entfernen, sterben 3 Luftakrobaten; nur einer überlebt und kann die Bombe beseitigen. Dieser eine wird mal Robin sein. Seine Eltern und sein Bruder wurden von Two-face erschossen.
Bruce nimmt den jungen Mann mit nach Hause, der nach einem Blick auf die Oldtimer und Motorräder auch bleibt und prompt das Batmobil findet, mit dem er eine Spritztour macht. Als er Neonpunks in die Hände fällt, rettet ihn Batman.
Der Irre hat indessen den Zirkus im Fernsehen gesehen und will sich mit Two-face treffen, um gemeinsame Sache zu machen. Er verkleidet sich und wird zum Riddler.
An Bruce schickt er Rätsel, wo sich sein Standort befindet.
Die Gangster werden sich einig, und Two-face hilft dem Riddler, Geld zu besorgen, damit dieser seine Fernsehverstärker produzieren kann. Sie werden zum Erfolgsschlager. Robin rettet Batman aus einem Anschlag der beiden und verspricht, sein Gehilfe zu werden, Batman lehnt ab. Robin schwört, Two-face, den Mörder seiner Eltern, umzubringen.
Bruce und die Blonde kommen sich näher. Er denkt, sie will Batman, aber als er in Verkleidung zu ihr kommt, sagt sie, dass sie sich in einen anderen verliebt hat, und sie werden (er als Bruce) ein Paar.
Der Riddler legt Bruce auf einer Benefizveranstaltung herein und liest mit seinem Gerät dessen Gedanken. Er erfährt, dass Bruce Batman ist. Gemeinsam mit Two-face überfällt er Wayne Manor und nimmt die Blonde gefangen. Bruce wird verletzt, aber am Leben gehalten. Als er die Rätsel des Riddlers löst, findet er den Stützpunkt. Robin darf sich jetzt auch verkleiden und ihm helfen. Er verschont Two-face, als er ihn findet und wird zum Dank gefangen genommen. Batman trickst nach einer langen Hau-Kletter-Monster-Prügelszene beide Gangster mit ihren eigenen Waffen aus und befreit seine Lieben. Harvey Two-face kommt dabei um, der Riddler erhält einen neuen Wahnkomplex. Am Schluss bleiben die Blonde und Bruce ein Paar, Robin darf weiterhin helfen und Batman bleibt trotz Zweifel Batman (FOREVER!). Der Riddler wird eingesperrt, und als er sagt, er wisse die Geheimidentität Batmans (alle erschrecken) kommt sein neuer Wahn zum Vorschein: er hält sich jetzt für Batman.

Beurteilung:
Grell, laut. Die Stadt Gotham ist gigantisch, tolle Kulisse. Jim Carrey als Riddler ein Genuss, etwas fade dagegen die Mimik des Two-face. Die besten Szenen sind die, wo sich beide zusammen amüsieren. Die Rätsel sind gut gestellt, Robin recht überzeugend. Die Blondine ist überflüssig, macht Batman jedoch menschlicher als in den vorigen Filmen. Am besten gefällt mir Alfred, der ist so knuffig. Der futuristische Leder-Plastik-Look des Ganzen und die irre, grelle Farbenfrohheit und Architektur fand ich super, aber das ist Geschmackssache. Etwas viele Prügelszenen für meinen Geschmack. Alles in Allem: viel comichafter als die vorherigen Filme. Handlung und Schauspieler Durchschnitt, trotzdem als Licht- und Tonorgie sehenswert.
(Marion)

Beurteilung:
Mir hat Two-Face besser gefallen als Marion. Tommy Lee Jones konnte sich meiner Meinung nach sehr wohl gegenüber einem etwas überdrehten Jim Carrey behaupten. Aber auch ich finde, dass die besten Szenen des Films die waren, in denen die beiden gemeinsame Auftritte hatten. Da blühte der Film richtig auf.
Val Kilmer als Batman konnte mich vollauf überzeugen. Es zeigt sich im Nachhinein, was für eine schlechte Wahl doch Michael Keaton war. Kein Wunder, der Mann hat den Charme einer Klobürste. Ganz klar, eine deutliche Verbesserung.
Ich muss sagen, als ich ins Kino gegangen bin, hatte ich Robin gegenüber deutliche Vorurteile. Ich konnte die Figur noch nie leiden. Allerdings wird diese Figur im Film so gut in Szene gesetzt, dass ich nicht umhin kam, sie als Bereicherung dieses Film zu sehen. Ich denke, mehr wäre nicht möglich gewesen, obwohl ich es besser gefunden hätte, wenn Robin zum Ende des Films sich aus seiner "Statistenrolle" im Kampf gegen das Böse hätte befreien können.
Ganz toll fand ich auch die Kulissen. Man hatte fast den Eindruck, Metropolis lebe wieder auf. Batman Forever kann meiner Meinung nach durchaus mit seinen Vorgängern konkurrieren. Fast möchte ich behaupten, dass dies sogar der beste Batman Film war.
(Rupert)

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