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Bio- und Bibliografien

R. A. Salvatore

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Biographie

Robert Anthony Salvatore (* 20. Januar 1959 in Leominster, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Autor verschiedener Fantasy-Buch-Serien.
R. A. Salvatore studierte zunächst Informatik, wechselte jedoch, nachdem er von J. R. R. Tolkiens Buch Der Herr der Ringe beeinflusst wurde, zum Journalismus. Kurz darauf machte er seinen Abschluss in Englisch und Kommunikationswissenschaften.

Seine Schriftstellerkarriere begann er 1982 mit Echoes of the Fourth Magic. Salvatore veröffentlicht seine Bücher meist in Reihen von drei bis fünf Bänden. Unter anderem schrieb er Romane, die in der fiktiven Welt der Vergessenen Reiche und im Star-Wars-Universum angesiedelt sind. Salvatore schrieb etwa auch die Geschichte zu dem Anfang 2005 erschienenen Action-Adventure Demon Stone.

R. A. Salvatore ist verheiratet und hat mit seiner Frau Diane drei Kinder.


Pseudonyme:
Keine bekannt

Homepage: http://www.rasalvatore.com/

Bibliographie (Auswahl):
[Auf fictionfantasy.de rezensierte Bücher sind mit Link unterlegt und fett gekennzeichnet.]

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Terence David John Terry Pratchett

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Biographie

Sir Terence David John Pratchett, OBE, alias Terry Pratchett (* 28. April 1948 in Beaconsfield, Buckinghamshire, England) ist ein englischer Fantasy-Schriftsteller. Seine bekanntesten Werke sind seine Scheibenwelt-Romane, die in 37 Sprachen übersetzt wurden. Weltweit wurden rund 60 Millionen seiner Bücher verkauft. Pratchett lebt mit seiner Frau Lyn in der englischen Grafschaft Wiltshire.
Terry Pratchett veröffentlichte sein erstes Werk mit 13 Jahren. Es war die Kurzgeschichte „The Hades Business“, die erst in der Schülerzeitung und später im Science Fantasy Magazine veröffentlicht wurde.

Nachdem er 1965 von der Schule abgegangen war, begann Pratchett im selben Jahr eine Ausbildung zum Journalisten bei einer Lokalzeitung. Während seiner Tätigkeit als Journalist erwähnte er bei einem Interview mit Peter Bander van Duren, einem Leiter eines kleinen Verlages, dass er ebenfalls einen Roman geschrieben habe: „Die Teppichvölker“. Pratchett ist seit 1968 mit Lyn Marian Purves verheiratet; ihre Tochter Rhianna (* 1976) ist ebenfalls als Autorin tätig.

1980 wurde Pratchett Pressesprecher des Central Electricity Generating Board (CEGB). Das CEGB war ein staatlicher Betrieb in Großbritannien, der die Aufteilung der Stromproduktion auf verschiedene Erzeugungsmethoden regelte. Als klar wurde, dass er von seinen Büchern leben konnte, beendete Pratchett 1987 seinen Job beim CEGB. Damit stieg sein Output signifikant auf zwei Romane pro Jahr an. 2003 war er nach Joanne K. Rowling der erfolgreichste Autor Großbritanniens.

Neben seinem sehr eigenen Schreibstil zeichnen sich Pratchetts Bücher durch Unmengen an Fußnoten aus. Die niederländische Übersetzung von „Good Omens“ beginnt mit einem ironischen Vorwort des Übersetzers, in dem er versichert, keine zusätzlichen Fußnoten eingebaut zu haben, um eventuelle Unklarheiten zu beseitigen - ergänzt um Fußnoten zur Klärung von Omen und Crowley.

Pratchett hat ein ausgeprägtes Interesse an Orang-Utans. Dieses beschränkt sich nicht nur auf die auffallende Figur des Bibliothekars seiner Scheibenwelt-Romane, einer seiner populärsten Charaktere. Er arbeitete auch für die Orang-Utan Foundation, etwa in Form eines Besuchs auf Borneo mit einer Channel-4-Filmcrew, um eine Episode von „Jungle Quest“ zu drehen, die Orang-Utans in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Dem guten Beispiel Pratchetts folgend, haben Fan-Events wie die Scheibenwelt-Convention die Orang-Utan-Foundation zu ihrem Anliegen erklärt. Wenn Pratchett so eine Convention besucht, findet stets eine Auktion statt, bei der Fans die Nennung ihres Namens im nächsten Scheibenweltroman ersteigern können. Alle Erlöse gehen direkt an die Orang-Utan-Foundation.

Pratchetts Bücher finden ein für dieses Genre eher unübliches Echo. Eine Sammlung von Essays über sein Werk findet sich in dem Buch „Terry Pratchett: Guilty of Literature?“, herausgegeben von Andrew M. Butler, Edward James und Farah Mendlesohn; eine deutsche Studie, „The Turtle Moves!“ von Johannes Rüster, befasst sich mit kosmologischen und theologischen Fragen in den Scheibenweltromanen. Zwei weitere Bücher sind erwähnenswert, die beide von David Langford zusammengestellt wurden, nämlich „The Unseen University Challenge“ und „The Wyrdest Link“.

(Quelle: Wikipedia.de / hier geht es zum Urspungsartikel / Copyright nach „Creative Commons Attribution/Share-Alike“-Lizenz )

Pseudonyme: keine bekannt  

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Otto Binder und Earl Binder

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Biographie

Otto Binder
Otto Binder wurde 1911 in Bessemer als jüngstes von sechs Kindern der Familie Binder geboren. Sein Vater war schon 1906 aus Österreich in die USA ausgewandert, konnte seine Familie aber erst ein Jahr vor Ottos Geburt nachkommen lassen. 1922 übersiedelte die Familie nach Chikago, wo Otto und sein Bruder Earl mit der eben entstehenden Welt der Science-Fiction-Literatur und der Pulp-Magazine in Berührung kamen.[1] Earl und Otto Binder schrieben 1930 gemeinsam The First Martian und verkauften es an das Science-Fiction-Magazin Amazing Stories, das die Erzählung 1932 unter dem Pseudonym "Eando Binder" ("E" and "O" Binder) veröffentlichte.
Binders Werk als Schriftsteller umfasst sowohl Science-Fiction-Romane und -Kurzgeschichten, als auch eine Biografie über Ted Owens, sowie zahlreiche Sachbücher und -Artikel über Themen wie "Ufos" und Außerirdische. Sein Romanwerk umfasst unter anderem die Romane:

* Enslaved Brains (ursprünglich 1934 im Magazin Wonder Stories veröffentlicht, 1951 in Fantastic Story Quarterly wiederveröffentlicht, 1965 als eigenes Buch neu aufgelegt)
* Lords of Creation (deutsch Die neue Steinzeit, 1939 als Fortsetzungsroman im Pulp-Magazin Argosy erschienen, 1949 als Buch neu aufgelegt, erste deutschsprachige Übersetzung 1958 unter dem Titel Antarkta, 1971 als Die neue Steinzeit wieder veröffentlicht)
* Adam Link — Robot (1939 bis 1942 als Serie im Science-Fiction-Magazin Amazing Stories erschienen, 1965 wieder aufgelegt)
* Anton York, Immortal (1937 bis 1940, eine Serie für das Magazin Thrilling Wonder Stories, die 1965 als Buch neu aufgelegt wurde)
* The Avengers Battle the Earth-Wrecker (veröffentlicht 1967 als Otto Oscar Binder)
* What We Really Know About Flying Saucers (1967)

Am bekanntesten sind sicherlich seine „Adam Link“-Geschichten, darunter eine namens "I, Robot" - nicht zu verwechseln mit dem Film I, Robot aus dem Jahr 2003 mit Will Smith, der nach einer anderen, gleichnamigen Kurzgeschichte von Isaac Asimov benannt wurde. Isaac Asimov gab jedoch bekannt, dass er durch die Roboterdarstellung Binders beeinflusst worden war. Binder war der Erste, der Roboter mit menschlichen Zügen darstellte. Er ließ seinen Adam Link, dem er sogar eine Partnerin zuschrieb, als Ich-Erzähler auftreten.

Unter dem Pseudonym Gordon A. Giles schrieb Otto Binder 1937 bis 1942 eine Serie für das Magazin Thrilling Wonder Stories, in der eine Expedition von der Erde das gesamte Sonnensystem erforscht und auf verschiedenen Planeten Pyramidenbauten der Marsbewohner vorfindet. Die Serie wurde 1971 unter dem Titel Puzzle of the Space Pyramids und unter dem Verfassernamen Eando Binder neu aufgelegt.

(Quelle: Wikipedia.de / hier geht es zum Urspungsartikel / Copyright nach „Creative Commons Attribution/Share-Alike“-Lizenz )

Eando Binder
Eando Binder ist das Pseudonym unter dem die beiden Brüder Earl Andrew Binder (1904-1965) und Otto Binder (* 21. August 1911 in Bessemer, Michigan; † 13. Oktober 1974) Science Fiction-Romane und -Kurzgeschichten veröffentlichten. Der Name Eando setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen (E and O). Ihre erste Geschichte The First Martian erschien 1932 in Amazing Stories.

Die Partnerschaft dauerte bis etwa 1940, danach schrieb Otto allein weiter. Als bedeutendste Werke gelten die Kurzgeschichtensammlungen Adam Link - Robot und Anton York, Immortal. Die Adam Link Geschichten sind bemerkenswert, weil in ihnen erstmals ein Roboter in der Ich-Form von seinen Abenteuern erzählt und weil Roboter nicht als Bedrohung für die Menschheit dargestellt werden. Der Titel der ersten 1939 erschienenen Geschichte "I, Robot" ist darum programmatisch, und es ist eine kleine Ironie in der Geschichte der Science Fiction, dass die besten Roboter-Stories Isaac Asimovs unter diesem Titel veröffentlicht und viel bekannter wurden. Asimov gestand in seinen autobiographischen Schriften den Einfluss Binders freimütig ein, sagt aber, dass die Übernahme des Titels gegen seinen Willen erfolgte.

Ein ebenfalls bemerkenswertes Werk ist der Roman Die neue Steinzeit (Originaltitel: Lords of Creation), der im Jahre 1939 in sechs Folgen in einem Pulp-Magazin erschien. Darin wird eine zukünftige Welt geschildert, in der die Menschheit wegen der Ausbeutung der Bodenschätze und Klimaänderung in Barbarei zurückgefallen ist - und eine zivilisierte, technisierte Gesellschaft nur noch in der Antarktis existiert.

Otto Binder schrieb viele Jahre lang auch Comic-Scripts, darunter für Superman und Captain Marvel.

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Pseudonyme: Eando Binder (beide Brüder zusammen), Gordon A. Giles (nur Otto Binder)

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Lin Carter

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Biographie

Linwood Vrooman Carter (9. Juni 1930 - 7. Februar 1988) war ein amerikanischer Autor von Science Fiction und Fantasy, sowie tätig als Redakteur und Kritiker. Er schrieb in der Regel unter dem Pseudonym  Lin Carter.

Pseudonyme: Lin Carter, HP Lowcraft, Cgral Udwin

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Louis Charbonneau

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Biographie

Louis Henry Charbonneau (* 24. Januar 1924 in Detroit, Michigan) ist ein US-amerikanischer Autor, der Science-Fiction, Belletristik, Westernromane sowie Hörspiele schreibt. Charbonneau diente im Zweiten Weltkrieg in der US Air Force in England. Nach dem Krieg studierte er an der Universität Detroit und erwarb 1950 den akademischen Grad eines Master of Arts. Danach war er einige Jahre Dozent für Englische Literatur. 1952 siedelte er nach Los Angeles über. Er arbeitete als Journalist bei der Los Angeles Times und war auch bei einer Werbeagentur tätig. Dann begann er für Rundfunk und Film zu schreiben.[1]

Seine zahlreichen Western-Romane veröffentlichte er unter dem Pseudonym Carter Travis Young.

Pseudonyme: keine bekannt

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August Derleth

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Biographie

August William Derleth (* 24. Februar 1909; † 4. Juli 1971) war ein US-amerikanischer Autor von Horror-Geschichten, Verleger und Herausgeber von Anthologien.

August William, der Sohn von William Julius Derleth und Rose Louise Volk, wuchs in Sauk County, Wisconsin, auf. Im Alter von 16 Jahren verkaufte er seine erste Geschichte an das Magazin Weird Tales, in dem fantastische Erzählungen veröffentlicht wurden. Auch während seines vierjährigen Studiums an der Universität von Wisconsin, das er 1930 abschloss, verfasste Derleth laufend weitere Geschichten. Während dieser Zeit arbeitete er außerdem als Editor für das Mystic Magazine.

Derleth war sehr sozial engagiert und Mitte der 1930er Jahre organisierte er u.a. einen Ranger Club für junge Menschen und arbeitete als Angestellter und Vorsitzender der lokalen Kommission für Erziehung und Bewährungshelfer. Darüber hinaus war er als Lektor für die Universität von Wisconsin tätig.

Er war ein Zeitgenosse und Freund des Autors H. P. Lovecraft. Lovecrafts Figur des Comte d'Erlette (der Autor von Cultes des Goules) ist eine Hommage an Derleth, dessen französische Vorfahren d'Erlette hießen. Nach Lovecrafts Tod im Jahre 1937 nahm er einige seiner unveröffentlichten Geschichten an sich und überarbeitete oder vollendete diese, um sie in Weird Tales oder in Buchform zu publizieren. Dabei verwendete er den Begriff des Cthulhu-Mythos, um eine Mythologie zu definieren, die hinter Lovecrafts Werk stand. Derleth fügte dem Mythos weitere Gottheiten und Geschöpfe zu, wandelte ihn teilweise ab und brachte ihn mehr in Zusammenhang mit seiner eigenen christlichen Auffassung vom Kampf Gottes mit dem Bösen. Zusammen mit Donald Wandrei stellte er eine Sammlung von Lovecrafts Kurzgeschichten zusammen, um sie zu veröffentlichen. Da die angesprochenen Verlage jedoch wenig Interesse zeigten, gründeten sie 1939 einen eigenen Verlag namens Arkham House, vornehmlich um die Werke Lovecrafts zu publizieren. (Der Name stammt von der fiktiven Stadt Arkham in Massachusetts, die Lovecraft in mehreren seiner Geschichten erwähnt.)

1939 brachte Arkham House The Outsider and Others heraus, eine umfangreiche Sammlung von Lovecrafts Kurzgeschichten. Derleth und Wandrei beschlossen, Arkham House zu erweitern und es folgten regelmäßig weitere Veröffentlichungen, darunter 1941 Someone in the Dark, eine Sammlung von Derleths eigenen Horrorgeschichten.

1941 wurde Derleth Redakteur der Zeitschrift The Capital Times of Madison. Diese Stellung hatte er bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1961 inne.

Am 6. April 1953 heiratete er Sandra Evelyn Winters. 1959 wurde die Ehe geschieden, wobei Derleth das Sorgerecht für die Kinder April Rose und Walden William erhielt.

1960 gab er das Magazin Hawk and Whippoorwill heraus, das der Dichtung über den Menschen und der Natur gewidmet war.

Pseudonyme: keine bekannt

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Karl-Heinz Witzko

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Biographie

Witzko studierte in Dortmund Statistik, Volkswirtschaftslehre und Soziologie und legte sein Diplom bei Eckart Sonnemann ab. Lange Zeit, bis in die Mitte der 1990er Jahre war er als Wissenschaftler in der medizinischen Forschung tätig [1][2].

1984 überhäufte er die gerade entstandene Redaktion des größten deutschen Rollenspiels Das Schwarze Auge (DSA) mit Vorschlägen, Abenteuerentwürfen und Szenarios. Ulrich Kiesow, der geistige Vater der aventurischen Spielewelt stellte ihn prompt ein. Von da an entwickelte er das Rollenspiel innerhalb des Redaktionskollektivs entscheidend mit. Er lebt in der Nähe von Bremen. Nachdem er einige Zeit lang zusammen mit Bernhard Hennen, Hadmar von Wieser und Thomas Finn an den Romanen um die fantastische Gezeitenwelt gearbeitet hat, ruht die Reihe derzeit. Seine Werke zu DSA spielen bevorzugt auf der Insel „Maraskan“, die er auch ausgiebig in den Spielhilfen beschreibt.

(Quelle: Wikipedia.de / hier geht es zum Urspungsartikel / Copyright nach „Creative Commons Attribution/Share-Alike“-Lizenz )

Homepage: http://www.myspace.com/khwitzko

Pseudonyme:
Magus Magellan (Gemeinschaftspseudonym)

Interview: Interview mit Erik Schreiber

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Clemens Wenzeslaus Brentano de La Roche

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Biographie

Clemens Wenzeslaus Brentano de La Roche (* 9. September 1778 in Ehrenbreitstein (heute Koblenz); † 28. Juli 1842 in Aschaffenburg) war ein deutscher Schriftsteller und neben Achim von Arnim der Hauptvertreter der sogenannten Heidelberger Romantik.
Clemens Brentano war der zweite Sohn des Frankfurter Kaufmanns Peter Anton Brentano (aus der Linie der Brentano di Tremezzo) und der vom jungen Goethe verehrten Maximiliane von La Roche, damit ein Enkel von Sophie von La Roche. Der in vielen Lexika anzutreffende zweite Vorname „Maria“ gehört nicht zu seinen Taufnamen. Der Name wird sehr oft Clemens von Brentano geschrieben, doch beruht diese Nobilitierung des Dichters auf einer Verwechslung mit dem Diplomaten Clemens von Brentano di Tremezzo (1886-1965), der mit Clemens Brentano nur entfernt verwandt ist (ein Ururenkel seines Halbbruders Franz Dominicus Brentano).
Zu seinen zahlreichen Geschwistern gehörten Bettina Brentano (besser bekannt als Bettina von Arnim), Georg Brentano, Christian Brentano, Sophie Brentano, Ludovica Brentano ("Lulu"), Kunigunde Brentano („Gunda“), die mit dem Rechtsgelehrten Friedrich Carl von Savigny verheiratet war, sowie Magdalene ("Meline") Brentano (verh. von Guaita).
Clemens Brentano benutzte in seinen ersten Veröffentlichungen den Namen Maria als Pseudonym und hat stets den 8. September, den katholischen Feiertag von Mariä Geburt, als seinen Geburtstag angegeben.
Clemens Brentano wurde katholisch getauft und wuchs in Frankfurt am Main und in Koblenz auf. Nach dem Scheitern einer kaufmännischen Lehre 1797 studierte er jeweils nur wenige Semester in Halle Bergwissenschaften und ab 1798 in Jena Medizin. Statt sein Studium abzuschließen, widmete er sich aber immer mehr seinen literarischen Neigungen. In Jena lernte er die Vertreter der Weimarer Klassik (Christoph Martin Wieland, Johann Gottfried von Herder, Johann Wolfgang von Goethe) und der Frühromantik (Friedrich Schlegel, Johann Gottlieb Fichte und Ludwig Tieck) kennen. Von den Werken und literaturtheoretischen Schriften der Jenaer Frühromantik ließ Brentano sich zu seinen ersten Werken anregen, vor allem zu dem Roman Godwi, in dem auch einige der bekanntesten Gedichte Brentanos enthalten sind (Zu Bacharach am Rheine, Sprich aus der Ferne, Ein Fischer saß im Kahne).
1801 in Göttingen, wo er als Student der Philosophie eingeschrieben war, lernte er Ludwig Achim von Arnim kennen, mit dem ihn bald eine enge Freundschaft und Liebe verband und mit dem er 1802 eine Reise auf dem Rhein unternahm. In den nächsten Jahren wohnte er bis 1811 immer wieder über längere Zeiträume hinweg mit Arnim zusammen.
Nach seiner Heirat mit der Schriftstellerin Sophie Mereau zog er 1804 nach Heidelberg, wo er mit Arnim die Zeitung für Einsiedler und die Volksliedsammlung "Des Knaben Wunderhorn" herausgab. Seine Frau starb 1806 bei der Geburt des dritten Kindes; auch die beiden ersten Kinder - Achim und Joachime - sind nur wenige Wochen alt geworden. Zudem erlitt Sophie eine Fehlgeburt. Wenige Monate später heiratete Brentano Auguste Bußmann, behielt aber sein 'Wanderleben' bei (Aufenthalte in Kassel und Landshut). Die zweite Ehe wurde 1814 geschieden.
Seit Ende 1809 hielt er sich in Berlin auf, wo er am literarischen Leben teilnahm und an seinem (bereits seit 1802 entstehenden und erst postum veröffentlichten) Versepos 'Romanzen vom Rosenkranz" und an den (ebenfalls erst nach seinem Tod erschienenen) 'Rheinmärchen' arbeitete. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der seit 1810 bestehenden Deutschen Tischgesellschaft, deren antijudaistische, zum Teil in Antisemitismus übergehende Tendenz er u. a. mit seiner Schrift Der Philister vor, in und nach der Geschichte aktiv unterstützte. Antijudaistische Anspielungen begegnen auch in vielen weiteren seiner nach 1810 entstandenen Werke (z. B. in Gockel, Hinkel und Gakeleia), das bekannteste seiner religiösen Werke, Das bittere Leiden, versammelt fast alle Topoi des christlichen Antijudaismus. Dagegen findet sich in einem anderen, etwa gleichzeitig entstandenem Werk, Das Leben Jesu, eine genaue und offenbar mit Sympathie geschriebene Schilderung des Judentums zur Zeit Christi.
Nur kurze Zeit währte seine Mitarbeit an Heinrich von Kleists Berliner Abendblättern, sie endete nach Differenzen mit Kleist.
1811 reiste Brentano von Berlin ab, um sich die nächsten beiden Jahre in Böhmen und seit 1813 in Wien aufzuhalten. In dieser Zeit entstanden die Dramen 'Aloys und Imelde' (erst 1912 veröffentlicht) und 'Die Gründung Prags' (1815 im Druck erschienen). Der Versuch, sich in Wien als Bühnenautor zu etablieren, führte zu einem eklatanten Misserfolg.
Seit seiner Rückkehr nach Berlin im Jahr 1815 befand sich Brentano in einer Lebenskrise, die ihn zunächst zur pietistischen Erweckungsbewegung und schließlich zur Rückkehr zur katholischen Kirche führte. Dieser Schritt wurde motiviert durch die Bekanntschaft mit der Pastorentochter Luise Hensel, die er Ende 1816 kennenlernte. Zunächst erwog der geschiedene Brentano den Übertritt zum Protestantismus, um Luise Hensel heiraten zu können. Als sie seinen Antrag zurückwies, bemühte er sich um die Bekehrung der Freundin zur katholischen Kirche; 1818 konvertierte sie. Er legte 1817 die Generalbeichte ab und inszenierte seinen Verzicht auf weltliches Dichtertum, ohne sich doch in Wirklichkeit von der Dichtung zu verabschieden. Die Luise Hensel gewidmete Lyrik (u.a. "O schweig nur Herz, Ich bin durch die Wüste gezogen") verbindet Elemente frühromantischer Dichtungstheorie mit religiösen und erotischen Themen. Etwa seit 1816 entstand auch ein Teil der Italienischen Märchen, darunter die erste Fassung von "Gockel, Hinkel und Gackeleia".
1818 löste er seinen Berliner Hausstand auf, um die nächsten sechs Jahre im westfälischen Dülmen die Visionen der stigmatisierten Nonne Anna Katharina Emmerick an deren Krankenlager in vierzig Foliobänden aufzuzeichnen. Wie sich in Untersuchungen, die während des ersten Seligsprechungsverfahrens Anna Katharina Emmericks unternommen wurden, erwies, vermischte Brentano in seinen Aufzeichnungen ihre Aussagen mit eigenen Anmerkungen sowie dichterischen Passagen, weshalb es nach heutigem Kenntnisstand schwierig ist, den Inhalt dieser Visionsprotokolle zu bewerten.
Nach dem Tod der Emmerick (1824) lebte Brentano an wechselnden Orten, ab 1829 in Frankfurt und ab 1833 in München. In dieser Zeit arbeitete er an Büchern, in denen er die Visionsaufzeichnungen verarbeitete: "Das bittere Leiden unsers Herrn Jesu Christus" (1833), "Leben der heiligen Jungfrau Maria" (1852, postum), "Lehrjahre Jesu" (1858-1860 in einer Bearbeitung von Karl Erhard Schmoeger erschienen; authentische Ausgabe zuerst 1983) und eine Biographie Anna Katharina Emmericks (unvollendet; 1867-1870 in Schmoegers Bearbeitung; authentische Ausgabe zuerst 1981). Diese Werke wurden gegen Brentanos Willen als Erbauungsbücher gelesen und weltweit in riesigen Auflagenzahlen verbreitet. Ihr Einfluss ist in Teilen des romanischen und amerikanischen Katholizismus noch heute ungebrochen. Mit seinem Buch "Die Barmherzigen Schwestern" (1831) unterstützte er die Einführung der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul in Deutschland; zugleich ist das Werk einer der Höhepunkte deutscher Prosa. Als Organisator laikaler sozialkaritativer Tätigkeiten, die bei Brentano stets mit der Pflege enger persönlicher Beziehungen zu Frauen verbunden waren, hat Brentano eine nicht unerhebliche Bedeutung in der Vorgeschichte des katholischen Vereinswesens.
1833 lernte Brentano in München die Schweizer Malerin Emilie Linder kennen. Wie bei früheren Frauenbekanntschaften wiederholten sich Liebeswerbung und Bekehrungsbemühungen; wie früher entzog sich die Freundin diesen Forderungen, ohne aber von ihnen ganz unbeeindruckt zu bleiben. Sie konvertierte nach Brentanos Tod zur katholischen Kirche. Im Zusammenhang mit Brentanos später Liebe zu ihr entstand sein lyrisches Spätwerk, das neben den Gedichten Goethes, Hölderlins und Heines die eigenartigste und bedeutendste lyrische Leistung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts darstellt (u.a. "Ich darf wohl von den Sternen singen"). Wie die Linder-Lyrik, so knüpfen auch die in den 1830er Jahren entstandenen Märchenromane ("Fanferließchen Schönefüßchen", zu Lebzeiten unveröffentlicht; "Gockel, Hinkel und Gackeleia", 1838 erschienen) an das dichterische Werk aus der Berliner Zeit 1810-1818 an; zu den komplexesten und interessantesten seiner Arbeiten gehört das 102 Strophen lange Gedicht "Alhambra".
Neben diesen hochartifiziellen Werken beteiligte Brentano sich zeitweise aktiv an der propagandistischen Tätigkeit des katholischen Kreises um Joseph von Görres. Inwieweit er die politischen Absichten des restaurativen Konservatismus teilte, ist eine nicht leicht zu beantwortende Frage. Zeitgenossen, unter denen manche ihn für einen Satanisten oder für eine "dämonische" Gestalt hielten, fiel die irritierende Vieldeutigkeit seines Lebenswandels und seiner mündlichen und unveröffentlichten schriftlichen Äußerungen auf, die sich mit dem Bild des frommgewordenen alternden Dichters schlecht vereinbaren ließ.
Die Orthodoxie seiner "religiösen" Werke war immer umstritten, es kam jedoch nie zu einer Indizierung der außerordentlich erfolgreichen Werke durch die römische Indexkongregation. Nach dem ersten vatikanischen Konzil haben sich auffällig viele von Brentanos ehemaligen, zu dieser Zeit noch lebenden Freunden und Bekannten von der Kirche abgewandt, ebensoviele aber gehörten zu den besonders entschiedenen Anhängern der Kirche.
Die letzten Lebensjahre Brentanos waren von Schwermut geprägt. Er starb 1842 in Aschaffenburg, im Hause seines Bruders Christian.
Der große Teil seiner dichterischen Werke war zu seinen Lebzeiten unveröffentlicht geblieben und wurde erst nach seinem Tod herausgegeben, von seiner Schwägerin Emilie Brentano, der Frau seines Bruders Christian Brentano, und Joseph Merkel. (Gesammelte Schriften)

(Quelle: Wikipedia.de / hier geht es zum Urspungsartikel / Copyright nach GNU )

Pseudonyme: Clemens Brentano

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Inka Loreen Minden

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Biographie

Inka Loreen Minden ist das Pseudonym einer Autorin, die im Jahr 1976 im bayerischen Berchtesgaden geboren wurde. Nach dem Abitur arbeitete sie einige Jahre als Zahntechnikerin, bevor sie sich 2006 ganz dem Schreiben widmete.

Bei Blue Panther Books erscheinen ihre Geschichten unter dem Pseudonym Lucy Palmer.

Pseudonyme: Lucy Palmer, Loreen Ravenscroft

Homepage: www.inka-loreen-minden.de

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Siegfried Langer

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Mit freundlicher Genehmigung Siegfried Langer

Biographie

Siegfried Langer wurde 1966 in Memmingen (Allgäu) geboren und lebt seit 1996 in Berlin.
Er veröffentlichte seinen ersten Roman im Dezember 2008. Dieser trägt den Titel 'Alles bleibt anders' und wurde sowohl für den Kurd Laßwitz Preis als auch für den Deutschen Phantastik Preis nominiert.
Siegfried Langers zweiter Roman, ein Psychothriller, erscheint im Sommer 2011 im Ullstein Verlag.
Weiterhin entstammen seiner Feder zwei Hörspiele sowie etwa zwei Dutzend Kurzkrimis für TV-Programm-Zeitschriften und andere Illustrierte.
Mehr Infos zu ihm gibt es auf seiner Homepage www.siegfriedlanger.de

Pseudonyme: keine bekannt

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