Das Blut der Nibelungen

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Titel: Das Blut der Nibelungen
Autor: Bernd Frenz
Titelbild: Jürgen Speh
Buch/Verlagsdaten: (20.09.2011); 301 Seiten; 12,95 €; ISBN: 978-3-8332-2255-9 (TPB mit Klappbroschur)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Als in ferner Vergangenheit der Drache Fafnir in Burgund erschlagen wird, droht den Menschen eine dunkle, grausame Zeit. Doch anders als in dem Nibelungenlied und der einhergehenden Überlieferung kann Fafnir sich noch einmal in die Lüfte erheben und davonfliegen. Dies ist der Anfang einer Kette unheimlicher Ereignisse, denen sich die Menschen vom Rhein ausgesetzt sehen. Ganz Burgund lebt plötzlich in Angst und Schrecken. Die Draugar, schreckliche Horden scheinbar Unbesiegbarer, fallen über die Ländereien her. Die Sage scheint lebendig zu werden, dass die lebenden Toten aus ihren Gräbern kommen, um sich vor den Toren der Stadt Worms zu sammeln. Die handeln jedoch nicht selbstständig, sondern gehorchen einem unbekannten Willen. König Gunther und seinen Mannen gelingt es vorerst, die Draugar zu bändigen. Der von einem Draugar schwer verwundete Hagen von Tronje will gemeinsam mit Ritter Siegfried den Herrn der Draugars finden.

Diese Erzählung befasst sich ausschließlich mit dem ersten Teil des Nibelungenliedes und könnte den Auftakt zu einer neuen Trilogie darstellen. Bernd Frenz, der bereits seit 1998 mit Romanen bekannt wurde, versieht seine spannende Geschichte mit vielen temporeichen Szenen und überraschenden Horror-Elementen. Der Fantasy-Anteil ist mit dabei. Wirklich entscheiden kann man sich nicht, ob hier primär ein Horrorroman, ein Fantasyroman oder ein actionlastiger Roman vorliegt. Schnell findet man sich in einer spannenden Handlung wieder, die mir sogar besser gefällt als Bernds bisherige reine Fantasyromane. Gerade wer die Nibelungensage nicht gut kennt, wird immer wieder überrascht sein, weil Bernd Frenz dafür sorgt, dass man die Sage mit anderen Augen sieht. Vor allem auch, wenn man das Gespräch zwischen Konrad und dem Bischof am Ende des Buches liest, könnte man glauben, der Wahrheit auf der Spur zu sein.

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