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Das Auge in der Pyramide (Illuminatus!-Trilogie, Band 1)

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Serie/Zyklus: Illuminatus!-Trilogie, Band 1
Titel: Das Auge in der Pyramide
Originaltitel: The Eye in the Pyramid
Autoren: Robert Shea & Robert Anton Wilson
Übersetzung: Udo Breger
Verlag/Buchdaten: rororo 1977 / 1978


Eine Besprechung / Rezension von Rainer Innreiter

"In New York explodiert eine Bombe. Die Mordkommission stößt bei ihren Ermittlungen auf einen Geheimbund der die ganze Welt unterjochen will. In einer visionären Vermischung von Erzähltechniken des Science-fiction-Romans, des Polit-Thrillers und des modernen Märchens jagen die Autoren den staunenden, erschrockenen und lachenden Leser durch die jahrhundertelange Geschichte von Verschwörungen, Sekten, Schwarzen Messen, Sex und Drogen. "

Ich habe absichtlich den Werbetext für dieses Buch rauskopiert und hier reingestellt. Der Grund ist recht einfach: Mir ist völlig schleierhaft, was genau auf den rund 400 Seiten des ersten Bands der Illuminatus -Trilogie geschieht. Dabei beginnt der Roman recht spannend und sprachlich auf hohem Niveau, unterlegt mit kühlem Humor und zahllosen Querverweisen. Schon der zweite Satz lässt die Erwartung an das Buch enorm in die Höhe schnellen: "Am 1. April gerieten die Weltmächte näher an eine nukleare Auseinandersetzung als jemals zuvor, und alles wegen eines unbekannten Eilands, Fernando Poo".
Leider wird auch auf der letzten der fast 400 Seiten nicht im Geringsten auf diesen Konflikt eingegangen. Genau so wenig, wie auf zahlreiche andere Handlungsfäden die geknüpft und urplötzlich abgeschnitten werden.
Weshalb diese Trilogie Kultstatus erlangte, kann ich mir nur mit der Lust der Amerikaner an Verschwörungstheorien erklären, die von einigen sogar für bare Münze genommen wird. Wie offensichtlich idiotisch solche Verschwörungstheorien sind, fällt nicht weiter auf: Warum sollten Geheimdienste/Geheimbünde alles tun, um nur möglichst auffällig ihren Aktivitäten nachzugehen?

Aber anscheinend kann man dem Leser alles verkaufen, solange man sich ausreichend literarischer Vorbilder bedient bzw. abstruse Theorien entwickelt die dermaßen blöd sind, dass sie, kruder Logik folgend, schon wieder wahr sein könnten.
Demgemäß findet man hier natürlich die obligatorischen Hinweise auf das gefürchtete Buch Necronomicon des verrückten Arabers Abdul Alhazred, beides Fiktionen des großartigen H. P. Lovecraft, Hinweise auf das versunkene Atlantis, dessen Zivilisation technologisch der unsrigen natürlich weit überlegen war und Opfer seiner eigenen Macht wurde (ein uralter Hut, nebenher bemerkt) und so weiter und so fort.
Die Handlung selbst, die fröhlich zwischen den Zeiten, den Protagonisten, ja, zwischen Ich-Erzähler und objektivem Erzähler hin- und herspringt, war für mich nicht nachvollziehbar. Meist wusste ich nicht einmal, wer was gesagt hat.

Illuminatus Trilogie - Rezension von Christian Plötz

Eine Übersicht der Serie gibt es auf der Autorenseite
[Auf fictionfantasy.de rezensierte Bücher sind mit einem Link unterlegt und fett gekennzeichnet.]

 

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