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Das Testament des Narren (Das Geheime Dreieck 1. Band)

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Serie/Zyklus: Das Geheime Dreieck 1. Band
Titel: Das Testament des Narren
Originaltitel: le testament du fu (2000)
Autor: Didier Convard
Übersetzung: Resel Rebiersch
Titelbild: André Juillard
Verlag/Buchdaten: Ehapa Comic Collection 48 Seiten

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

In ferner Vergangenheit begibt sich eine Gruppe von Männern in einen Wald, um einen Leichnam zu begraben, das Versteck so anzulegen, dass niemand das Grab je finden wird.
Das ‚Testament des Narren’ entführt uns in die Welt der Kreuzzüge, als unter dem König Philip des Schönen von Frankreich ein ganz besonderes Manuskript gesucht und gefunden wurde. Sein Berater, der Ritter Renauld ist Templer und konnte ihn so beeinflussen, am Kreuzzug gegen Jerusalem teilzunehmen, nur zum Schein, um eben jenes Testament zu finden.

Ein Schritt in die Gegenwart, den eigentlichen Handlungsschauplatz, zeigt uns, das immer noch Menschen und Organisationen hinter dem ‚Testament des Narren’ her sind. Verschwörungstheoretiker und Freunde von Geheimgesellschaften finden in diesem Comic sehr viel neue Nahrung oder Altes bestätigt. Didier Mosèle ist von Beruf Historiker und gleichzeitig Freimaurer. Er ist Leiter einer Forschungsgruppe, die die Qumram-Rollen zusammensetzen und übersetzen sollen. In seiner Eigenschaft als Projektleiter erzählt er seinem Freund und Freimaurerkollegen davon. Von seinem Freund Francis erhält er eine merkwürdige Nachricht in Form einer Tonbandkassette und er soll unter gar keinen Umständen Nachforschungen anstellen. Natürlich ist das der beste Weg, jemand dazu zu ermuntern. Ausserdem soll Didier all seine Unterlagen die er erhalten hat, und noch erhalten wird, da sie bereits auf dem Postweg sind, vernichten. Didier ist besorgt und trifft sich mit seinem Freimaurerkollegen Martin. Martin ist der ketzerischen Idee von Francis gar nicht abgeneigt, geht es doch um die Qumram-Rollen vom Toten Meer. Statt Didiers Bedenken zu zerstreuen, hilft er ihm weiter und gibt ihm die Faksimile- Ausgabe des ‚Testament des Narren’ die beweisen sollen, dass Jesus einen Zwillingsbruder hatte. Martin berichtet, wie die Templer sich lange Zeit für die Hüter des Testaments ausgaben, wie es selbst jedem, der es in seinem Besitz hatte, Unglück brachte. Diese Opfer setzten sich bis in die Neuzeit fort, denn Didier findet Francois tot in dessen Hotelzimmer. Gleichzeitig in Italien, Rom, Vatikanstadt. Gerade in den geheiligten Hallen werden finstere Pläne geschmiedet. Das Testament des Narren soll in den Schoss der Kirche finden und jeder, der davon Kenntnis hat, soll vorzeitig zu seinem Gott gebracht werden.

An dieser Stelle möchte ich das Geheimnis nicht verraten, aber es ist doch sehr interessant zu sehen, was die Autoren und Zeichner aus der Vorgabe gemacht haben. Das Hardcover Comic ist in jedem Fall zu empfehlen. Es ist zwar etwas älter, dafür ist der Comic in der nächsten Zeit aber auch abgeschlossen. Didier Convard schreibt in seinem Band, dass er dies als eine erfundene Geschichte betrachtet wissen möchte. Dabei packt der Comic, der in den Zeichnungen der Personen zu einheitlich ist, ein heisses Eisen an. Didier Convard vermischt in seiner Erzählung die Qumram-Rollen, Freimaurer und Tempelritter, Verschwörungstheorien und anderes mehr zu einem undurchdringlichen Ganzen. Was der Autor an einer guten Erzählung einbringt, lässt der Zeichner und die Colorierung leider ziemlich abfallen. Ich kenne Zeichner die sind wesentlich begabter. Die besseren Zeichnungen sind die, deren Örtlichkeit das Mittelalter darstellt. Mit Richard Löwenherz und Philip dem Schönen und anderen. Ich hätte mir einen Zeichenstil vorgestellt, wie er auf dem Titelbild zu finden ist.

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