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Der Kreuzzug (Der Wüstenplanet - Die Legende, 2. Band)

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Serie/Zyklus: Der Wüstenplanet - Die Legende 2. Band
Titel: Der Kreuzzug
Originaltitel: Dune: The Machine Crusade
Autor: Brian Herbert & Kevin J. Anderson
Übersetzung: Bernhard Kempen
Verlag/Buchdaten: Wilhelm Heyne Verlag 52000, 888 Seiten

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Zehntausend Jahre, bevor das Haus Atreides die Herrschaft über Arrakis, den Wüstenplaneten, und seine wertvollen Spice-Vorräte antritt. Zehntausend Jahre, bevor Paul Atreides gemeinsam mit den Fremen, Arrakis' Ureinwohnern, das Haus Harkonnen besiegt und den verräterischen Imperator vom Thron stürzt ...
Vorian Atreides und Xavier Harkonnen sind zwei hochrangige Offiziere der Djihad-Armee, versuchen die unabhängigen Planeten gegen die Omnius-KI und deren Robotheere zu verteidigen. Allerdings sind die pazifistischen Buddhislamisten gar nicht angetan, von dieser Gewaltanwendung. Die von Serena Butler in Butler's Djihad begonnene Auseinandersetzung wird weitergeführt. Dabei greifen die beiden gegensätzlichen Offiziere zu unterschiedlichen Mitteln. Xavier Harkonnen opfert skrupellos hunderte von Menschenleben, um die Robotarmeen zu schlagen, nur um zu verhindern, dass ein Planet unter die Herrschaft der Omnius-KI gerät.
Vorian Atreides wuchs unter den Denkmaschinen auf und kennt daher die Denkweise und die geradlinige Programmierung der Maschinen. Ihm fällt es nicht schwer, diese Tatsache gegen die Roboterarmeen einzusetzen. Die Angriffe der beiden Offiziere gehen Zug um Zug gegen die synchronisierten Welten der Denkmaschinen. Serena Butler steht immer noch an der Spitze der Djihad-Bewegung, tritt jedoch nur noch selten auf. Der Mord an ihrem Kind Mannion war der Auslöser des Djihad. Die Priesterin tritt jedoch inzwischen nur noch auf, wenn es gilt, den Menschen noch grössere Opfer abzufordern.
Während der Auseinandersetzungen sucht und findet Serena immer wieder Rat und Tat. Endlich greift sie auch wieder aktiv in die Entwicklung ein und übernimmt wieder die Führung des Djihad. Die graue Eminenz, die hinter all dem steckt ist jedoch Iblis Ginjo, ehemals Diener der Denkmaschinen. Er ist die treibende Kraft, die überall dahinter steckt. Zum einen stachelt er die Menschen immer mehr auf, den Kampf gegen die Maschinen zu führen, während er gleichzeitig dafür sorgt, dass Kritik an ihm mundtot gemacht wird. Ein anderer Handlungsstrang befasst sich mit der Wissenschaftlerin Norma. Sie hat gar kein Interesse daran, was sich ausserhalb ihres Labors tut. Unbeachtet widmet sie sich ihren Studien und ist auf den besten Wegen, die Weltraumfahrt zu revolutionieren. Aurelius Venport ist der einzige Mann, der sich nicht für die Wissenschaftlerin, sondern für die Frau interessiert. Aurelius ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der unter anderem auch das Spice des Wüstenplaneten verkauft. Damit hat er viel Geld gemacht, mit dem er auch Norma unterstützen würde. Der Roboter Erasmus, der mit dem Tod von Manion den Aufstand auslöste, versucht immer noch, hinter das Verhalten der Menschen zu kommen. Obwohl er viele Menschen gefangen hält gelingt es ihm nicht, hinter die Motivation der Menschen zu kommen.
Der Sklave Ismael, der auf den Werften von Poritrin arbeit ist gleichzeitig ein geistiger Führer der Zensumni. Was er jedoch nicht weiss ist, dass sein Schicksal mit dem von Arrakis eng verknüpft ist.

Die Handlungen der vier genannten Personenkreise sind eng miteinander verbunden. Gemeinsam ergeben sie ein grosses Gemälde von Butler's Djihad. Der Kreuzzug ist ein lesenswertes Buch, dem die Spannung ein wenig fehlt. Wer sich für Dune und der Vorgeschichte interessiert, ist damit gut aufgehoben.
In mehrere Abschnitte aufgeteilt finden wir uns in den Jahren 177 bis 164 vor Gründung der Navigatorengilde wieder. Vieles dieser Jahre bleibt jedoch im Dunkel verborgen. Ein paar Kleinigkeiten gibt es dennoch zu bemängeln. Da heisst es, die Maschinen seien logisch gebaut und programmiert, handeln dann doch wieder gefühlsbetont. Die Charaktere werden mit ihren Beziehungen untereinander gut dargestellt, doch gibt es immer wieder das Problem, dass man manchmal nicht ganz klar erkennt, um wen es sich gerade handelt. Dennoch ein gelungenes Buch, dass ich gerne gelesen habe. Vor allem wegen der Vielschichtigkeit und den unterschiedlichen Handlungssträngen.

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