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Das Erbe der Sterme (Riesen-Zyklus, 1. Band)

Bewertung: 5 / 5

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Zyklus: Riesen-Zyklus (1. Band)
Reihe: Meisterwerke der Science-Fiction
Titel: Das Erbe der Sterne aka Der tote Raumfahrer
Originaltitel: Inherit the Stars
Autor: James P. Hogan
Übersetzung: Andreas Brandhorst
Überarbeitung: Rainer Michael Rahn
Verlag/Buchdaten: Heyne Verlag, München, 2016
ISBN: 978-3-641-17821-5

Eine Besprechung / Rezension von Andreas Schweitzer
Weitere Rezensionen von Andreas Schweitzer findet man hier auf fictionfantasy oder auf seiner grossen Homepage http://www.acrusonline.de

 In der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts wird in einer Höhle auf dem Mond die Leiche eines Menschen gefunden, die dort seit mehr als 50 000 Jahren liegt. Die Wissenschaftler nennen den Körper "Charlie" und beginnen sofort mit seiner Untersuchung. Es stellt sich heraus, dass Charlie nicht von der Erde stammt, sondern von einem Planeten, der einst zwischen Mars und Jupiter existiert hat und unter mysteriösen Umständen vernichtet wurde.
In akribischer Kleinarbeit setzen sich Wissenschaftler aller Kategorien mit dem Fund auseinander und rekonstruieren die Herkunft Charlies. Dies wird durch weitere Funde auf dem Mond unterstützt, die gemacht werden. Doch als man im ewigen Eis des Jupitermonds Ganymed das fünfundzwanzig Millionen Jahre alte Raumschiff einer nichtmenschlichen Rasse findet, ist die Verblüffung noch größer. Kein Wunder, denn das Schiff beherbergt zahlreiche Tierarten, die von der Erde stammen...

Der 1977 erschienene Roman James P. Hogans entstand zu einer Zeit, in der die SF-Literaturgattung der Hard Science eigentlich schon als totgesagt galt. Doch die Geschichte um Charlie und die Ganymeder bewies, dass die harte, wissenschaftliche SF nicht totzukriegen ist (wie die Romane von Ben Bova in jüngster Zeit bewiesen haben).
Hogan verzichtet in seinem Roman fast völlig auf Action. Vielmehr setzt er auf seine Protagonisten, die über viele Seiten hinweg ihre Theorien diskutieren. Dabei gewährt er einen tiefen Einblick in Arbeitsweisen der Pathologen, Linguisten und der sonstigen beteiligten Fachrichtungen, was der Faszination einer hochwertigen C.S.I.-Folge sehr nahe kommt. Hogan verliert dabei allerdings nie seine Richtung aus den Augen, was für den Leser sehr begrüßenswert ist. Er legt ein Buch vor, das von der ersten bis zur letzten Seite so fesselnd ist, dass man es kaum aus der Hand legen kann.
Stellenweise mag es zwar etwas einfach strukturiert sein, aber das wird durch einen spannenden Storyfluss wieder wett gemacht. So bietet sich dem Leser ein rundherum spannendes Lesevergnügen, dem man sich nur sehr schwer entziehen kann.

Weitere Rezensionen von Andreas Schweitzer findet man unter http://www.acrusonline.de

 

Eine Übersicht der Serie gibt es auf der Autorenseite.
[Auf fictionfantasy.de rezensierte Bücher sind mit Link unterlegt und fett gekennzeichnet.]

 

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