|  | Reihe: Gruselkabinett, 34. Band Titel: Die obere Koje Autor: Francis Maríon Crawford Titelbild: Firuz Askin Sprecher: Axel Malzacher,Tobias Nath, Jürgen Thormann, Peter Reinhardt, Uwe Büschken, Markus Pfeiffer, Uli Krohm Buch/Verlagsdaten: Titania Medien (09.04.2009); 1 CD = ca. 50 Minuten; 8,95 €; ISBN: 978-3-7857-3824-5 Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber (weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier) |
Aldous Brisbane ist ein weitgereister Mann, der nicht zum ersten Mal auf eine Seereise geht. Auf der Kamschatka schifft er sich im Juni des Jahres 1899 ein, um nach New York zu fahren. Aldous buchte die Kabine 105 und ist damit, bis auf Kleinigkeiten, zufrieden. Kabine 105, so stellt sich heraus, liegt ziemlich achtern und unten, nahe den Maschinen. Sofort fällt dem Passagier der modrige, unangenehme Geruch seines Domizils auf. Stewart Robert hingegen versucht alles, damit der einzige Gast der Kabine diese wechselt. Robert kennt sich nur zu gut mit der verfluchten Kabine aus. Auf einer anderen Reise verschwand ein Passagier aus der Kabine und seither geschieht Seltsames. Das Bullauge steht auf und kann fast nicht mehr geschlossen werden. Immer wieder schwappt dadurch Wasser herein. Aldous findet den Zustand zwar seltsam, will der Sache jedoch auf den Grund gehen. Derweil geht Aldous Brisbane davon aus, dass die obere Koje belegt ist. Sie ist verhängt, man kann nicht hineinsehen. Außerdem steht ein fremder Koffer im Zimmer. Als der feine Herr spät in der Nacht ins Zimmer kommt, will er sich nicht mit Aldous unterhalten. Dafür wacht Aldous in der Nacht noch zweimal auf. Einmal, weil der Herr in der oberen Koje schreit, dann, weil das Bullauge offen steht. Durch den Wassereinbruch könnte das Schiff untergehen, wenn das Wetter schlechter wäre. Der Vorfall mit dem Bullauge wiederholt sich und Aldous kann sogar den Kapitän überreden, dass er in der Kabine bei Aldous schläft, um das Rätsel zu lösen. Gruselgeschichten auf See sind immer wieder etwas Besonderes. Viele Autoren nahmen sich dieses Themas an und schrieben ihre Erzählungen. Francis Maríon Crawford gehört zu den Autoren, die mir nicht sehr bekannt sind. Daher war ich nicht nur erfreut, das Stück zu hören, sondern auch, einen neuen Autoren kennen zu lernen. Das Hörspiel ist fesselnd. Musik, Geräusche, Sprecher - alles ist perfekt aufeinander abgestimmt. Die Dialoge stehen immer im Vordergrund, nie wird das gesprochene Wort übertönt. Aus dem geschriebenen Wort wurde mittels Umsetzung durch Marc Gruppe und Stephan Bosenius ein sehr gutes Hörspiel.
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