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Historie von fictionfantasy - Geschichte des SFC ÜberAll

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Gegründet wurde der Science Fiction Club ÜberAll (SFCÜ) von Alexander Rösch und Boris Leu als Perry Rhodan Briefclub Eppstein am 1.10.89.

Alexander war Kontakter und Koordinator, Boris Kassenwart. Redakteur des Clubfanzines, das damals noch Diskussionsblatt hieß war - aus mir immer noch schleierhaften Gründen - Markus Sämisch. Vielleicht war er betrunken, als er sich von Alex breitschlagen lies, das DB zu machen. Die Nullnummer des DB schien im Januar 1990 und stellte nicht nur die erste Ausgabe des clubinternen Fanzines dar, sondern fungierte auch als Werbeblatt, das in einer Auflage von 100 Stück im Fandom verteilt wurde.
Im DB 1 fand sich die erste Wahl im Club: der Abstimmungsauswerter. Von Markus Sämisch fand sich nicht gar viel innovatives, weshalb das DB im März '90 in ÜberAll Meinungen umbenannt wurde und Norbert Reichinger die Redaktion erst kommissarisch, später dann fest, übernahm. Im gleichen Monat wurde auch aus dem Briefclub der SFC ÜberAll. In dieser Zeit hatte man ganze 14 Mitglieder, wobei eine ganze Reihe dieser aus sog. Ehrenmitglieder bestand, darunter Rüdiger Schäfer, Klaus N. Frick und Harald Stumpe, wenn ich mich recht erinnere. Die Ehrenmitgliedschaft wurde dann im Laufe des Jahres 1990 abgeschafft...
Mitgliedernummern begannen übrigens mit der Nummer 1000....

 

In der Nummer 4 der ÜberAll Meinungen wurde per Abstimmung beschlossen, im Club ein Cassettenfanzine einzurichten. Felix Lichte, der das, so glaube ich zumindest, machen sollte, gründete daraufhin sein eigenes Tapeletter-Projekt Intergalactic Radio Station.
Im Juni 90 kam es zu den Anfängen der ersten ÜberAll-Krise. Harald E. Böhringer sowie sein Freund Reinhard E. Wutzkowsky bewarben sich als Kassenwart bzw. Koordinator. Durch die unfreiwillige Ähnlichkeit der Unterschrift der beiden vermuten einige einen Betrug Haralds und somit beginnt der teils recht erbitterte Streit zwischen Rösch, Frick und Böhringer. Diese trugen ihren Zwist teilweise im ÜM, teilweise in Form von Egozines ("EGO 1-3 von Rösch") aus.
Alex wurde als Kontakter im August bestätigt, Boris Leu konnte sich durch eine nachträgliche Bewerbung den Posten des Kassenwartes sichern und Reinhard E. Wutzkowsky wurde Koordinator.

Ab der ÜM 7 gab es ein neues Cover-Layout, neben dem Titelbild wurden einige markante Sätze aus den Leserbriefen abgebildet. Das schuf Machwerke wie Robert Musa's: "Getreidefeldmuster dürften kleine Windhosen sein."
Das bislang externe Fanzine Fiction & Fantasy, das sich bestimmten Themenkreisen widmete, wurde wie so oft im Laufe der Zeit, in die ÜM eingegliedert, besaß aber ein eigenständiges Impressum und Seitenzahlen. Hauptdiskussionsthema dieser Zeit: Getreidefeldmuster, die von irgendwelchen Außerirdischen in den Boden gestampft wurden.
Im September trat das 50. Mitglied in den Club ein: Stefan König.
Im Oktober 90 trat Reinhard von seinem Posten zurück, einen Monat später wurde ein Auflösungsantrag für den Club von Harald E. Böhringer mit ganzen 95,2% abgeblockt.

In die gleiche Zeit fällt übrigens der legendäre Fingerbruch von Alexander Rösch. Verursacht hat ihm im Grunde Julia Lang, als diese auf die Auslösetaste eines Großhefters drückte und Alexander Rösch seine Finger zusammen mit einem ÜM am falschen Ort hatte. Zumindest habe ich das so von einem anderen Fan gehört...
Harald E. Böhringer und Wutzkowsky gründeten kurze Zeit später den "SFC Seltsame Zeichen", der im Grunde ein Spaltprodukt des ÜberAll war - was man an den Austrittszahlen deutlich bemerkte..

In den ÜM #11 (12/90) verabschiedete sich Alexander Rösch etwas theatralisch von seinen Clubmitgliedern. Im nachhinein kann man sagen, daß er wie alle Clubgründer vor ihm enttäuscht über die Richtung und Art war, die der Club einschlug.

Die ÜberAll Meinungen 16 wurden zum ersten Mal auf Umweltpapier gedruckt, zudem entfiel die Kopiermöglichkeit bei Aexander Röschs Eltern, die eine Werbefirma besaßen, weshalb man auf den billigen, aber in der Qualität recht schwankenden Druck aus dem "Kopierstudio Gießen-Wieseck" zurückgreifen mußte. Das Layout der Nummer 15 wurde von Norbert nach negativen Kommentaren in den Leserbriefen schnell als "April-Scherz" deklariert...

Vom 12.-14.7.91 fand dann die erste offizielle ÜberAll-Convention bei Stefan König statt.

Im Juni 91 trat der Kontakter Jörg Stimm zurück und wenig später aus, mitsamt seinen ganzen Freunden, um sich im "Perry Rhodan Club Ruf der Kosmokraten" zu sammeln - die zweite Krise des ÜberAll, da dies sehr an der Substanz zehrte. Mittlerweile ist der PRRdK auch nur noch Geschichte.
Die Nummer 18 (7/91) brachte weitere Veränderungen mit sich: der Kontakter wurde neu gewählt, die LoC-Kommentare wurden vom Titelbild verbannt und wichen einem halbseitigen Titelbild, das von einem SFCÜ-Logo (gezeichnet von Petra Kufner), dem ÜberAll-Schriftzug und der Nummer des Heftes eingerahmt wurde. Das F & F wurde wiedereinmal in die ÜM integriert, halbjährlich sollte von nun an eine große Fiction & Fantasy-Ausgabe erscheinen.
Seit der Nummer 21 mehrte sich auch die Gewohnheit, Zeitungsausschnitte mit abzubilden, eine Tätigkeit, die vom späteren Redakteur Stefan König eingestellt wurde. SFCÜ-T-Shirts wurden verteilt - auf dem Hemd prangte das bekannte SFCÜ-Logo von Pezi.

Ende 91 fand dann der zweite ÜberAll-Con bei Josaphat Nieber statt, der ja bekannterweise durch diverse Umstände ins Wasser fiel und zu Rupert Schwarz nach Freilassing verlegt wurde - der erste "AxtCon".
Im April 92 kam die ÜM 25 mit einem Farbumschlag von Julia Lang und Norbert Reichinger heraus. Mit 124 Seiten sprengte die Jubiläumsnummer alles bisher dagewesene. Gefüllt wurde das Fanzine mit einer Unmenge von Leserbriefen und sekundären Beiträgen. Auch in dieser Nummer standen Wahlen an - der bisherige ÜM-Redakteur Norbert Reichinger wollte sich nun ganz den PRBCBS (Perry Rhodan Briefclub Bullys Schreibtisch)-Clubnachrichten widmen. Der SFCÜ hatte damals 68 Mitglieder... Stefan erschreckte seine Leser mit recht ungewöhnlichen Covern, seine Einstandsnummer 27 (7/92) hatte eben diese Zahl in riesenhaften Lettern als Cover.
Außerdem wurde der F & F-Teil, zumindest die Kurzgeschichten, wieder einmal aus den ÜM verbannt, Zeitungsausschnitte verboten.

Im August 92 trat das 100. Mitglied ein: "Der kleine Unbekannte", der sich durch diverse krakelige Briefe damals einen Fankreis geschaffen hatte. Das Cover der ÜM33 (1/93) war mal wieder sehr umstritten, es zeigt einen Aufmarsch von Nationalsozialisten samt Hakenkreuzfahne. Darüber standen die Worte "Science Fiction?". Die einen sahen es als eine Wahlwerbung für rechte Kräfte, andere wiederum als lediglich provokatives Titelbild. Genial in der Ausgabe 34 (2/93) ein in die ÜM integriertes Egozine von Boris Leu in Morseschrift.

Markus Wolf Kontakter, Rupert Schwarz Koordinator und Harald Rosenkranz als Redakteur- so sah der Vorstand im Mai 1993 aus.

Im August 94 erschien das ÜM 50 von Veronique Puhlmann. Den 5. Geburtstag des Clubs im Oktober verschlief man...
Die Nummer 44 bescherte als Weihnachtsausgabe den Mitgliedern auch eine Überraschung. Wegen der Beilage von Tannenzweigen, Kerzchen und Glückwunschkarten in der Büchersendung mußten viele Mitglieder Strafporto zahlen, was aber ohne Murren hingenommen wurde.
Die ÜM 46 (2/94) zierte ein Farbcover von Nique und Robert Musa (der wieder einmal bewies, das er ein eigenes Kunstverständnis besitzt). Nique trat dann ja aus dem Club aus und Rupert Schwarz übernahm, zusammen mit seiner zukünftigen Frau Marion die Redaktion.
Der Redakteur wurde zum Vorstandsmitglied erhoben.
Seit Mitte 1996 war der Club im Internet vertreten, aus einer reinen Werbeseite entwickelte sich ein richtiges Web-Magazin zum Schmöckern und dem interessierten SF-Fan stehen eine Menge Files zum Download bereit. Neben der nicht mehr existierenden Adresse www.sfcue.de kam dann noch die nach dem externen Magazin Fiction & Fantasy benannte URL www.fictionfantasy.de hinzu. Hier findet ihr mehr über die Geschichte der Seite.

Die ÜberAll Meinungen wurden kurze Zeit von Gudrun Wimmer betreut, wurden dann aber recht plötzlich von ihr aufgrund privater Schwierigkeiten abgegeben. Die beiden Vorständler Jürgen Eglseer und Harald Rosenkranz übernahmen die ÜM gemeinsam und wurden im Herbst 2000 schließlich von Stefan König abgelöst. Auch dieser warf nach einiger Zeit das Handtuch und auch Jürgen Eglseer schaffte es nicht, den Club wiederzubeleben. Das Internet zollte wie überall im Brief-Fandom seinen Tribut. 2006 wurde er offiziell aufgelöst. Die ÜM wurde noch zwei Jahre lang als Projekt "PhanZine" hauptsächlich von Holger M. Pohl weitergeführt, auch dies verlief dann im Sande.

 

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