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Startseite - Film - Horror & Mystery - I am Legend (Film)
I am Legend (Film)
Film - Horror & Mystery (F)

 

Titel: I am Legend
Regie: Francis Lawrence
Drehbuch: Mark Protosevich, Akiva Goldsman
Darsteller: Willard Parker, Virginia Field, Dennis Price, Thorley Walters, Vanda Godsell, David Spenser, Anna Palk
Musik: James Newton Howard
FSK 16
Laufzeit: 101 min
USA 2007

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Im Jahre 2009 wird ein künstlicher Virus entwickelt, der ein Heilmittel für Krebs darstellt. Die Welt ist begeistert, ist doch eine der größten Geisseln der Menschheit nun besiegt. Jedoch zeigen sich im Laufe der Zeit die Schattenseiten des Virus - die Menschen, die damit behandelt wurden, veränderten sich und der Virus mutierte zu einer tödlichen Form. Wenige Jahre später, im Jahre 2012, ist die Menschheit so gut wie ausgerottet.
Nur in New York City versucht der an der damaligen Virusentwicklung beteiligte Wissenschaftler Robert Neville weiter zu überleben und ein Heilmittel zu entwickeln. Offenbar sind sowohl er als auch die ihn begleitende Hündin Sam gegen das Virus immun. Tagsüber verbringt er die Zeit damit, Nahrung in den Straßenschluchten New Yorks zu jagen oder Versuchsobjekte für sein Labor zu fangen, das er sich im Keller seines Wohnhauses eingerichtet hat. Da die vom Virus befallenen, degenerierten und äußerst aggressiven Menschen das Sonnenlicht nicht vertragen, zieht er sich nachts in sein Haus zurück und verbarrikadiert sich dort.
Als er eines Tages wieder ein Weibchen für seine Versuche fängt, beobachtet ihn ein Alpha-Männchen, welches sich voller Zorn sogar kurze Zeit in das Sonnenlicht wagt. Hier hat er sich einen Feind geschaffen, mit dem er sich noch wird beschäftigen müssen.
An dem Weibchen selber testet er ein neu geschaffenes Präparat, welches jedoch auf den ersten Blick einmal mehr keinen Erfolg zu versprechen scheint.

Einige Tage später, als er wieder durch die verlassene Großstadt zieht, gerät er in eine Falle der Infizierten. Kopfüber hängt er an einem Seil und wird bewußtlos. Als er erwacht, ist die Sonne so gut wie untergegangen, die Nacht bricht an und die Infizierten drängen aus ihren Verstecken. Angesichts der unmittelbar drohenden Gefahr schafft Neville es, sich doch noch zu befreien, jedoch wird seine Hündin Sam, kurz bevor sie sich in den rettenden Geländewagen zurückziehen können, von einem der Infizierten gebissen. Zurück in seinem Labor, verabreicht Neville der Hündin das neu entwickelte Gegenmittel - als dieses nicht wirkt und die Hündin beginnt nach ihm zu schnappen, erwürgt er sie.
Nun in dem Glauben, völlig allein auf der Erde zu sein, sieht er keinen Sinn mehr darin, sein Leben weiterzuführen. Als die Nacht anbricht, bleibt er auf einem Pier, wo er sich sonst nur mittags aufhält, da dieser Ort in einer von ihm ausgestrahlten Radiosendung als Treffpunkt für eventuelle Überlebende genannt wird. Natürlich nähern sich die Infizierten, allen voran das Alpha-Männchen. In einem wilden Kampf kann Neville viele der Erkrankten töten, jedoch steht er am Ende verletzt und mit bloßen Händen dem Anführer der Infizierten gegenüber. Da taucht urplötzlich eine unerwartete Hilfe auf...

Die erneute Verfilmung des Romans von Richard Matheson (die erste Filmumsetzung war mit Charlton Heston in der Hauptrolle mit dem Titel "Der Omega-Mann") ist sehr zwiespältig zu sehen. Im Grunde kann man den Film in zwei Teile zerlegen.
Der erste Part schildert die Situation und das Leben Robert Nevilles in New York. Man begleitet ihn bei einer rasanten Jagd nach Wildtieren durch ein verlassenes und verkommenes New York - wuchtige Bilder, die ihresgleichen suchen! In Flashbacks erfährt der Zuschauer die Entwicklung, wie es zu dem Ausbruch des Virus kommen konnte und wie Neville seine Familie verlor. Passend hierzu setzt man Szenen beispielsweise wie die, als er seine Hündin badet und ihr "Alles wird gut" vorsingt. Wird Will Smith diesem Film hier gerecht? Ja, auf alle Fälle. Ernsthaft und mit gutem Schauspiel verkörpert er den Charakter des Robert Neville und gibt der wuchtigen apokalyptischen Kulisse eine sehr glaubwürdige, menschliche Note.
Leider gibt es einen zweiten Teil - und zwar alles ab dem Kampf auf dem Pier - hier driftet der Film im Niveau um einige Etagen nach unten und endet im üblichen Mensch-gegen-Monster-Kampf. Zumal die CGIs der Infizierten der sonstigen Ausstattung des Filmes überhaupt nicht gerecht werden und ziemlich billig aussehen. Sehr schade! Vergleicht man den Film mit anderen herausragenden postapokalyptischen Filmen, so kann er durch diesen vermasselten Schluss keinesfalls bestehen. Viele Szenen und auch die Infizierten erinnern mich an den Film "28 Days later" von Danny Boyle - aber leider gewinnt der billigere Film aus der britischen Filmfabrik hier um Längen. Meine Empfehlung: Der Omega-Mann....

Kommentare (8)Add Comment
Jürgen Eglseer
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geschrieben von eglseer, Januar 13, 2008
Zum Ende des Buches kann ich leider nichts sagen, da ich es (noch?) nicht gelesen habe. Der Film endet eben damit (SPOILER!), das Neville im Kampf mit dem Alpha-Männchen stirbt, die von Gott gerufene Anna damit rettet und ihr zu guter letzt noch das nun fertige Gegenmittel in die Hand drückt. Als Anna eine Siedlung Überlebender erreicht, kann der Wiederaufbau der Menschheit dadurch beginnen und Neville wird zur Legende... Bezüglich des zweiten Plakates - es gibt eine ganze Reihe solcher Plakate - je nach Hauptstadt in der der Film anlief. Jedoch gibt es tatsächlich Gerüchte über einen Teil 2 im Jahre 2010.
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geschrieben von #NV, Januar 14, 2008
Um mal wieder an Big-Budget-Filmen generell rumzunörgeln: Irgendwie erwartet man bei denen ja auch nichts anderes mehr als ein Murks-Ende. Bei US-Produktionen gibt es, finde ich, sehr oft diesen Moment, wo der ganze Film umkippt. Da übernehmen dann die Buchhalter das Sagen und machen aus guten Filmen Müll. (Vielleicht - nörgel - habe ich deshalb irgendwann mein Filmzeitschriftenabo abbestellt und gehe kaum noch ins Kino.) Aus Deiner Rezi entnehme ich jedenfalls, dass Mathesons Buchende wieder nicht verwendet wurde? Und: Ist das Filmplakat zu Teil 2 ein reiner Gimmick oder segelt Will Smith jetzt über den Großen Teich?
Rupert Schwarz
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geschrieben von Rusch, Januar 14, 2008
Das Ende des Buchs läßt sich in der Form nur schwer in einem Film einpassen. Ich wäre überrascht, wenn es drin wäre.
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geschrieben von Anonymous, Januar 14, 2008
Der Omega-Mann war nicht die erste Verfilmung. das war The Last Man on Earth mit Vincent Price, der aber -soweit ich weiß- nie in Deutschland gelaufen ist.
Rupert Schwarz
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geschrieben von Rusch, Januar 15, 2008
Hahaha, das Ende könnte nicht weiter entfernt vom Buch sein und zwar in jeder Hinsicht. Was sind das doch für Feiglinge... smilies/wink.gif
Jürgen Eglseer
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geschrieben von eglseer, Januar 15, 2008
Wenn ich mal ein bisschen Luft habe, gönne ich mir das Buch (wenn ich Baxters Multiversumszyklus nun endlich fertig habe)
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geschrieben von #NV, Januar 15, 2008
Dieses Ende ist von der Aussage her natürlich ganz anders als im Buch (seufz). Aber zumindest (SPOILER!) . . . geht derHeld drauf, und das ist (nach meinem Geschwafel oben) für mich schon eine Überraschung.
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geschrieben von #NV, Januar 18, 2008
Aber dadurch wird ja der Sinn des Titels völlig entstellt. Ich bin Legende heißt nicht, dass der Protagonist tatsächlich zu einer legendären Heldenfigur erhoben wird, sondern bezieht sich darauf, dass er als letzter Mensch keine Überlebenschancen mehr hat. Der Gag ist ja, dass sich die Menschheit inzwischen weiterentwickelt hat, während er gegen die Vampire/Die Anderen kämpft.Er ist sozusagen wieanno dazumal die Dinos zum Aussterben verurteilt.

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