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Interview mit Kerstin Pflieger

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Interview mit Kerstin Pflieger

Hier geht es zur Bibiografie von Kerstin Pflieger

„Die Alchemie der Unsterblichkeit“ ist Ihr erster Roman. Wie entstand die Idee dazu?

Der Film Sleepy Hollow hat mich zu der „Alchemie der Unsterblichkeit“ inspiriert. Ich wollte ein Buch schreiben, in dem diese schauerlich schöne Atmosphäre eingefangen wird.


Was hat Sie daran gereizt, dieses spezielle Buch zu schreiben?

Es hat zwar lange gedauert, aber irgendwann ist der Hype um Twilight und die romantischen Vampirbücher auch zu mir durchgedrungen. Auch wenn ich manche dieser Bücher sehr gerne lese, fand ich es schade, dass dadurch der düstere, blutsaugende und mordende Vampir etwas in Vergessenheit geriet. Da mich Vampire seit meiner Teeniezeit und den Büchern von Anne Rice, bzw. dem Film Interview mit einem Vampir faszinieren, entschloss ich mich, meine eigene Interpretation dieser Geschöpfe auf Papier zu bannen.

Vampire, Zombies und Werwölfe kommen nicht aus der Mode – wodurch hebt sich Ihr Zombie-Fantasy-Abenteuer von den anderen ab?

Zum einen ist die „Alchemie der Unsterblichkeit“ keine romantische Geschichte und meine Vampire dürfen noch zubeißen. Zum anderen bringen Ort und Zeit der Handlung mit dem Schwarzwald des 18. Jahrhunderts einen neuen Aspekt ein und ich versuche das gute alte Schauermärchen wiederzubeleben, bei dem man sich gruselt, ohne dass die Figuren durch literweise Blut wandeln.

Ihr Buch spielt im 18. Jahrhundert. Wenn Sie eine Zeitreise machen könnten, in welcher Epoche würden Sie gerne leben und warum?

Leben möchte ich in keiner – die medizinische Versorgung und die Gleichberechtigung der Frau sind zwei Dinge, die ich doch sehr schätze. Wenn ich mir etwas aussuchen müsste, würde es mich in die Eisenzeit ziehen, da mich die Kelten und ihre Kultur interessieren oder die Kolonialzeit, da es unglaublich aufregend sein muss, neue Welten zu entdecken.

Was war das erste Buch, das Sie gelesen haben – und warum können Sie sich heute noch daran erinnern?

Mein erstes Buch war „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren und ich habe ihre Abenteuer unzählige Male gelesen. Welches kleine Mädchen wäre nicht gerne so wie Pippi?
Mein erster Roman war „Traumzeit“ von Barbara Wood, den ich mit 11 Jahren gelesen habe. Ich erinnere mich noch so gut daran, da ich unglaublich stolz war, ein richtiges Buch für Erwachsene lesen zu dürfen. Und mein erster Fantasy-Roman war „Der Mond der brennenden Bäume“ von Joy Chant, welcher sich bei mir einprägte, da ich mit 12 Jahren zum ersten Mal mit einer reinen Fantasie-Welt voller fremdartiger Wesen und Völkern in Berührung kam.

Sie sind von Kind auf viel gereist, denn Ihr Vater hat seine Leidenschaft, das Surfen, gemeinsam mit seiner Familie ausgelebt – inwiefern hat Sie das Reisen geprägt?

Zum einen habe ich auf den oft tagelangen Fahrten sehr viel Zeit mit Lesen verbracht, wodurch sich meine Liebe zu Büchern entwickelte. Zum anderen habe ich durch das Reisen gelernt, dass man sich nicht durch Vorurteile lenken lassen sollte, sondern offen für Neues und vor allem auch für andere Kulturen sein muss. Zudem lernt man den Luxus, den man Zuhause genießt, erst wirklich zu würdigen, wenn man mit eigenen Augen sieht, unter welchen Bedingungen andere Menschen leben müssen oder wenn man selbst zum Beispiel plötzlich unter Wassermangel leidet.

Was war das verrückteste Ereignis in Ihrem Leben?

Vor ein paar Jahren gab es einen wunderschönen, warmen und windigen Tag Ende Januar, sodass mein Vater und ich uns entschlossen, an einen See zum Surfen zu fahren. Als wir am Parkplatz ankamen, blickten uns die Menschen sehr seltsam an, so als wenn wir verrückt wären. Nun, es war früh im Jahr und wir die einzigen Surfer – also dachten wir uns nichts dabei. Merkwürdig war es trotzdem, wie sie uns alle mit den Blicken verfolgten, als wir den Damm hinauf ans Wasser gingen, um nach dem Wind zu sehen. Dort fanden wir dann auch die Erklärung für das eigentümliche Verhalten: Der See war noch komplett zugefroren. Das war peinlich!

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Das Frühstück würde ich in Porto Pollo, Sardinien, mit Blick auf das Meer einnehmen. Darf ich das Mittagessen gegen eine Surfsession in Dakhla, Westsahara, eintauschen? Zum Abendessen würde ich dann in mein Lieblingsrestaurant, das 100% Fun in Tarifa, Spanien, gehen. Die Atmosphäre und das mexikanische Essen dort sind einfach unglaublich.

Gibt es Kindheitsträume, die Sie sich noch nicht erfüllt haben?

Ich habe noch nicht Tiermedizin studiert, war noch nicht im Weltraum oder in der Tiefsee und bin noch nicht auf Hawaii gesurft.

Was war die beste Entscheidung Ihres Lebens?

2008 erkrankte unsere Hündin Ilica mit 12 Jahren an einer Gebärmutternetzündung und wir entschieden uns, trotz schlechter Chancen, sie nachts in einer Not-OP operieren zu lassen. Sie hat es überstanden und es ist wunderschön, sie noch immer bei mir zu haben.
Auf dem zweiten Platz kommt die Entscheidung, mich mit der „Alchemie der Unsterblichkeit“ um eine Veröffentlichung zu bemühen – es ist unglaublich toll, seinen Kindheitstraum wahr werden zu sehen.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten – welche wären das?

Den ersten Wunsch würde ich ganz selbstsüchtig darauf verwenden, mir gute Verlaufszahlen für meine Bücher zu wünschen. Den zweiten Wunsch würde ich, auch wenn es spätestens seit dem Film Miss Undercover sehr abgedroschen ist, für Weltfrieden verwenden und mit dem letzten würde ich mir wünschen, dass die Menschen endlich aufhören, Tiere sinnlos zu quälen.

 

Das Interview wurde uns freundlicherweise vom Goldmann Verlag zur Verfügung gestellt.
Mehr über Kerstin Pflieger erfährt man auf ihrer Homepage www.kerstin-pflieger.net

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