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Phantast
| Nero (Star Trek) |
| Comic - Amerikanische Comics | |||||
Die Story des vorliegenden Sammelbandes schließt eine Lücke zwischen den Ereignissen, die zur Vernichtung „Romulus'“ führten und die im „Countdown“-Tradepaperback (dt. ebenfalls bei Cross Cult) erzählt werden, sowie dem Haupt-Handlungsbogen des elften „Star Trek“-Kinofilms. Im Mittelpunkt der Story stehen der romulanische Kommandant eines ehemaligen und nun durch Borg-Technologie modifizierten Bergbauschiffes namens Nero sowie seine Crew. Durch ein schwarzes Loch in die Vergangenheit geschleudert, trachten sie nun nach Rache an der Föderation, den Vulkaniern und insbesondere Botschafter Spock, welche sie für den Untergang ihrer Heimat in der Zukunft verantwortlich machen. Eigentlich hatte ich mit Star Trek-Comics aus David Messinas Zeichenfeder abgeschlossen, denn - seien wir mal ehrlich - selbst die alten „Star Trek“-Comics von Gold Key sind unterhaltsamer als Messinas grafische Totgeburten. Als ich das „Nero“-Tradepaperback zwischen meiner Post fand, dachte ich daher zunächst an den Streich eines Spaßekenmakers; aber ... hey ... was soll's ... ganz so grauenhaft ist das Artwork diesmal überraschenderweise nicht. Zwar geht mir das Seitenlayout mit seinen vier, fünf horizontalen Panels nach wie vor auf die Nerven, da sich damit keine Räume öffnen, sondern die Figuren zwischen den Backen eines visuellen Schraubstocks agieren, zwar ist Statik statt Dynamik das bestimmende, kompositorische Moment von Messinas „Kunst“, zwar beherrscht der Zeichner die Physiognomien seiner Charaktere in etwa so gut wie Angela Merkel ein sympathisches Lächeln, dennoch trösten sowohl allerlei digitale Effekte insbesondere in der Hintergrundgestaltung als auch die vergleichsweise lebhafte Koloration Giovanna Niros über Mesinas Unvermögen hinweg. Die Story selbst ist trotz einiger Logiklöcher und Unplausibilitäten spannend und wendungsreich genug erzählt, um selbst - oder gerade - eingefleischte „Star Trek“-Fans bei der Stange zu halten, wobei die grundsätzliche Frage nach Neros obsessivem, irrationalem Hass und damit die nach der Grundschwäche im Figuren-Konzept auch weiterhin unbeantwortet bleibt. Anders als bspw. der Scheinriese Khan - das schlafende Kätzchen aus dem zweiten Star-Trek-Film - hätte Nero tatsächlich die Option, der Föderation - und damit Spock - nicht einfach nur zu schaden, sondern sie zu vernichten, würde er sich nur dazu entschließen, sein Wissen und seine Technologie mit seinem Volk zu teilen und auf die Einer-gegen-alle-Show zu verzichten. Fazit: Ein Artwork, das hätte schlimmer sein können - stammen die Zeichnungen doch aus Messinas Feder -, sowie eine recht unterhaltsame Story machen „Nero“ zwar zu keinem Highlight, aber immerhin zu einer gut verträglichen Kost für Fans von Roberto Orcis und Alex Kurtzmans „Star Trek“-Relaunch.
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a hatte ich natürlich nicht gesucht, sond...


