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Sekundäres - Film

Nostradamus 2012

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Titel: Nostradamus 2012
Regie: Andy Pickard
Drehbuch: Sarah Hollister, Larry Weitzman
FSK: keine
Laufzeit: 120 min
Ein Film des History Channel
USA, 2009

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Im Jahre 2012 geht die Welt unter. Behauptet zumindest der History Channel und stützt sich dabei auf Aussagen des bekannten Propheten Nostradamus und die Maya. Primär beginnt die Dokumentation interessant, stellt den Seher Nostradamus vor und eine Interpretation seiner Aussagen. Hierzu wird in eine Linie die Tatsache gestellt, dass der Kalender der Maya im Jahre 2012 endet und gleichzeitig die Sonne sich in diesem Jahr in einer interessanten galaktischen Konstellation befinden wird, die nur alle 26.000 Jahre stattfindet. Das "Galactic alignment" genannte Phänomen beschreibt, wie die Sonne von der Erde aus gesehen gleichzeitg mit dem Milchstraßenzentrum aufgeht.
Verschiedenste Autoren von Endzeit-Romanen und Sachbüchern kommen hier zu Wort und beschreiben alle möglichen Versionen, wie denn unsere Welt enden bzw. vielleicht auch nur unsere Gesellschaft zusammenbrechen könnte. Naturkatastrophen werden ebenso erwähnt wie ökonomische und ökologische Desaster oder ein Atomkrieg. Eine leichte, etwaige Festlegung wagt natürlich keiner der ausführlich zu Wort kommenden Experten. Da sich die Dokumentation immer wieder um mögliche Endzeitversionen und das "Galactic alignment" dreht, ermüdet die Aufmerksamkeit des Zusehers nach spätestens fünfundvierzig Minuten. Leider schafft es Sarah Hollister nicht, das an sich interessante Thema in der vorhandenen Zeit so auszugestalten, dass es die komplette Laufzeit den Zuseher fesseln und interessieren kann. Wiederkehrende Bilder vergangener Unglücksfälle und ständige Beteuerungen wichtiger Schriftsteller, wie schlimm doch alles werden wird, tragen nicht dazu bei, das weitergehende Interesse zu wecken.
Aber sehen wir das Ganze doch einmal ganz realistisch. Vielleicht haben die Maya einfach ihren Kalender enden lassen, weil sie keine Lust mehr hatten, noch weitere tausend Jahre in die Zukunft ihr Datum zu errechnen? Und ebenso lässt der Film völlig unerwähnt, dass das Galactic Alignment nicht an einem spezifischen Datum, sondern in einer Zeitperiode von 36 Jahren stattfindet, eben also schon seit 1998. Und wir dürfen Nostradamus nicht vergessen, der seinem Sohn gegenüber  erwähnte, dass seine Prophezeihungen bis ins Jahr 3797 oder 2242 (je nach Interpretation) gehen. Insofern dürfte auch nach 2012 das menschliche Leben nicht von dieser Erde gefegt sein.

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