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Skorpion

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Titel: Skorpion
Originaltitel: Black Man (2006) (US-Titel: Thirteen)
Autor: Richard Morgan
Übersetzer: Alfons Winkelmann
Buch/Verlagsdaten: Roman, Heyne Science Fiction (2007), 832 Seiten, ISBN 978-3-453-52356-2

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Richard Morgan ist einer der interessantesten neuen Autoren, die den Weg nach Europa fanden. Das aus der Feder von mir, der so langsam alles ablehnt, was auch nur den Anschein hat, aus den USA zu kommen. Sein Roman ist für mich eine Mischung aus Spannungsroman und politischer Zukunftserzählung. Richard Morgans Romane sind im höchsten Maße politisch und sozialkritisch. Das Leben und Zusammenleben wird in der Zukunft immer wieder kritischer und schwieriger. Seine (unsere) Erde ist von Krisen und Kriegen gebeutelt, überträgt ihre Auseinandersetzungen in den Weltraum und auf andere Planeten, um doch wieder auf die Erde zurückzufallen. Es gibt sie immer noch, die machtpolitischen Auseinandersetzungen, die von einem Normalbürger nicht mehr auseinander gehalten werden können. Die entsprechenden Politiker, Religionsführer, Wirtschaftsmagnaten und sonstige Entscheidungsträger sind in ihren eigenen Ränkespielen gefangen, zum Teil unfähig, Entscheidungen zu treffen und / oder bestechlich. Also das, was ich von unseren Politikern denke.
Um die internationalen Krisenherde zu kontrollieren und nicht zu einem erneuten Weltkrieg ausweiten zu lassen, wurden spezielle Soldaten geschaffen. (Universal Soldier mit van Damme lässt grüßen). In den Forschungsstätten des Bereichs Dreizehn wurden genveränderte Menschen gezüchtet, fast wie Geflügel, und in den Einsatz geschickt. Auch Carl Marsalis war einer jener Männer und Mitglied der Spezialeinheit. Jetzt ist er für die UNO tätig. Seine ehemaligen Kameraden sind sein Ziel. Ein Serienmörder mit all den Merkmalen eines Elite-Soldaten führt Carl Marsalis als Kopfgeldjäger auf die Spur seiner Kameraden. Seiner ehemaligen Kameraden. Für den Handlungsträger Carl folgt aber bald eine Überraschung. Hinter dem scheinbaren Serienmord steckt etwas viel Größeres, Machtvolleres. Er stellt fest: Alle Wege führen zum Konzern Colin. Colin sorgt für die Besiedelung des Mars, und dort könnten die Supersoldaten, Dreizehner genannt, nach der Area thirteen, wo sie entwickelt wurden, gut eingesetzt werden. Nicht unbedingt als Helfer, eher, um aufmüpfige Siedler zu 'beruhigen'.
Wer meint, Skorpion mit den Romanen um Takeshi Kovacs vergleichen zu müssen, der wird Grundtendenzen feststellen, aber doch unterschiedliche Erzählungen vorfinden. Stattdessen hält er einen Spannungsroman in den Händen, der beste Anlagen hat, als Space-Thriller bekannt zu werden.

Skorpion - zur Rezension von Rupert Schwarz

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