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Sachbücher / Magazine

Teuflisches Österreich: Geschichten aus einem höllischen Land

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Titel: Teuflisches Österreich: Geschichten aus einem höllischen Land
Autor: Reinhard Pohanka
Buch/Verlagsdaten: Pichler Verlag, März 2011, 221 Seiten gebundene Ausgabe, ISBN-13: 978-3854315421

Eine Rezension von Mario Pfanzagl
(weitere Rezensionen von Mario Pfanzagl auf fictionfantasy finden sie hier)

Im Krampus und den Perchten finden sie sich, die alten Götter und der Teufel, mit Lokis Schläue, Hörnern und Pans Ziegenbeinen ist in seiner populären Darstellung auch ein Relikt aus den Zeiten vor der Christianisierung. Mit einem kulturgeschichtlichen Abriss zur Entstehung und Verbreitung des populären Teufelsbildes beginnt Reinhard Pohanka seinen Streifzug durch ein teuflisches Österreich. Das Buch ist nicht wirklich ein Reiseführer, sondern eine Art illustrierte Lesereise, die mit einem geschichtlichen Ausflug beginnt, zu den Wurzeln unseres Teufelsbildes, aber auch der früheren Verfolgung vermeintlicher "Teufelsanbeter". Nichts zum Gruseln, aber interessieren und faszinieren.

Nach der Einführung geht es weiter mit dem "Hofstaat des Teufels", Dämonen, Zauberern und Hexen, also auch einem Exkurs zur Hexenverfolgung. Und hier dürfte allmählich deutlich werden, dass "Teuflisches Österreich" trotz entsprechenden Formats auch kein Bildband ist, denn nicht Fotografien und Bilder sondern allerlei Geschichten und Geschichte stehen im Mittelpunkt. So folgt ein Ausflug zu Teufelsorten und Teufelssagen, wo man sogar im Wiener Stephansdom fündig wird oder in Niederösterreich wo es gar zwei Teufelskirchen gibt.

"Teuflisches Österreich" bietet das, was man sich immer noch von einem populärwissenschaftlichen Sachbuch erwarten darf, einigen Unterhaltungswert. Pohankas Rundreise durch ein teuflisches Österreich hört jedoch nicht nach einem Besuch diverser Lokalitäten auf, es geht weiter. Mit Teufelsfiguren die einen ganz besonderen Charme besitzen, wie den Krampus oder auch Kasperl und den Teufel. Der Teufel in Kunst Alltag, wie in Form von Wasserspeiern erfährt ebenso seine Würdigung, wie die "Natur des Teufels", also die sprichwörtlichen "Teufelskräuter" wie Tollkirchen, Stechäpfel und Fliegenpilze, immerhin auch Hexen nutzte diese als Medizin. Und was wäre ein Buch über den Teufel, ohne die Tiere des Teufels- teuflische Mythen die mit bestimmten Tierarten verbunden sind, wie Wolf, Fliege, Hund und Katz.

Fazit:
Reinhard Pohanka versteht es zu unterhalten, wenn er je nach Geschmack mit Teuflisches Österreich auch schon fast zu viele "teuflische" Themen und Geschichten aufgedeckt hat.

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