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Tödlicher Segen
Horror & Mystery (F)

Titel: Tödlicher Segen
Originaltitel: Deadly Blessing
Regie: Wes Craven
Darsteller: Sharon Stone, Susan Bruckner, Ernest Borgnine u. a.
FSK: 16 Jahre
Laufzeit: 102 min
USA 1981

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Fantastisch für alle Wes-Craven-Freaks: Der Münchener Anbieter Koch schlägt wieder zu, um mit diesem Kultschocker ein spannendes Frühwerk von Horrormeister Wes Craven („Nightmare on Elm Street“, „Scream“) in einer mondialen DVD-Erstveröffentlichung, zudem uncut & digitally remastered, auf den Markt zu lancieren:
In einer abgeschiedenen Idylle Amerikas lebt die sittenstrenge & okkulte Farmersekte der Hittites, die alle Erzeugnisse der modernen Technik ablehnen. Als Maren Jensens Ehemann eines Tages der Sekte entfliehen will, kommt er kurz darauf bei einem grauenvollen Unfall ums Leben. Als Marens beste Freundinnen Lana und Vicky ihr zu Hilfe eilen wollen, geraten die Frauen in einen tödlichen Alptraum. Ein geheimnisvoller Dämon sucht die Freundinnen heim und hinterlässt seinen blutigen und tödlichen Segen. Langsam verwandelt sich die malerische Farm in eine Hölle voller Brutalität und Angst.
Der streng baptistisch erzogene 68-jährige Craven hatte zunächst mit Film wenig gemein. Und so arbeitete er nach seinem Studienabschluss als Sozialkunde-Dozent an der John Hopkins University in Baltimore. Nachdem er durch einen mit Studenten realisierten Amateurfilm Blut geleckt hatte, ging er nach New York, ackerte auf einer Dokumentarfilm-Schule und hielt sich mit Taxifahren über Wasser. Seit seinem Regiedebüt “The Last House on the Left” (1972), das die stets latente Brutalität und Gewaltbereitschaft des so ordentlichen, bürgerlichen Mittelstandes krass und kompromisslos thematisierte und damit einen handfesten Skandal heraufbeschwor, beleuchtet der stets wagemutige Regisseur, Drehbuchautor und Produzent in seinen Filmen mit Vorliebe die Risse in den gutbürgerlichen US-Vorstadt-Fassaden. Craven ist kein Geringerer als der Schöpfer von Freddy Krueger, dem Kult-Schlitzer mit der Krallenhand: Die horrible Ikone der Popkultur in den achtziger Jahren in blutigen Schnetzelstreifen wie „A Nightmare on Elm Street - Mörderische Träume”, 1984). Nach zehnjährigem Jubiläum setzte Craven schließlich einen Schlussstrich unter die berühmte Slasher-Serie. Denn längst hatte er einen anderen Killer am Start, den mit der “Scream”-Maske. Die stilbildende Trilogie, zwischen 1996 und 2000 entstanden, markiert den kommerziellen Höhepunkt des Regisseurs mit einem Einspielergebnis von knapp 500 Millionen Dollar weltweit. Der Schrecken in „Scream” ist teils blutig, teils verfremdet. Aber auch mit unzähligen Anspielungen und Selbstreferenzen bepackt. Kein Wunder also: Cravens krude Mixturen aus Gruseleffekten und Insider-Gags wurden und werden oft kopiert.

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