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Phantast
| Witchblade - Vol. 01 |
| Film - Animation | |||||
Episoden: Nach dem allzu brutalen Mord an der Ehefrau des Police Commissioners gerät zunächst dieser selbst unter Mordverdacht. Doch als dem ermittelnden Detective Braque das Tagebuch der Ermordeten in die Hände fällt, wird schnell klar, dass sie den Falschen suchen. Die schockierenden Tagebucheinträge bringen ihren Tod mit einem ungelösten Mordfall in Verbindung, der schon Jahre zurückliegt. Und noch etwas bringen die Ermittlungen des Detectives zu Tage: Der Mörder ist vielleicht in den Reihen des Police-Departments zu suchen. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Die Spuren führen zurück in die Vergangenheit und von dort geradewegs in jene Reihen der Polizisten, die den prekären Fall aufklären sollen…. Unter ihnen ist der rücksichtslose Philip Randall (Marzio Frei), der für seine Karriere buchstäblich über Leichen geht. Gehen auch diese Morde auf sein Konto, oder ist er selbst ein Opfer des brutalen Mörders, der sich bald als Phantomkiller einen Namen macht? Die Liste der Zeugen und Beteiligten ist ellenlang. Der Phantomkiller sorgt dafür, dass sie sich bald wie eine Todesanzeige liest. Die Jagd nach dem Unbekannten führt die Überlebenden am Ende in ein altes Fabrikgebäude. Dort lässt der Mörder seine Maske fallen, den Anwesenden erstarrt das Blut in den Adern.. Krimifans könnten mit diesem handwerklich sauber inszenierten Werk ihre Freude haben. Technisch ist die Scheibe ok, die DVD Umsetzung solide, wie die Bildwiedergabe. Kontrast und Helligkeit sind in scharf, es gehen keine Details verloren. Es wird ebenso kein Rauschen festgestellt. Die Farben sind zwar etwas blass gehalten, manchmal erscheint das Bild etwas vernebelt, was aber oftmals der Szenerie zuzuschreiben ist. Beim Ton gibt es nichts zu bemängeln. Er kommt hauptsächlich aus den vorderen Lautsprechern. Die Rears werden leise angespielt, so dass ein guter Raumklang entsteht. Hintergrund: Für Filmkiller gibt es eine Masse von Klischees, die mittlerweile in der Populärkultur fest verwurzelt sind. Killer werden gerne als stumme oder verschwiegene Einzelgänger dargestellt, die wie aus dem Nichts erscheinen, um zu töten und dann ebenso spurlos wieder zu verschwinden. Protagonisten in der Rolle des Killers können dabei durchaus diffizil behandelt werden; im Konflikt etwa zwischen Auftrag und Gewissen erschließt sich dem Autor oder Regisseur ein weites Feld der Charakterentwicklung; Beispiele hierfür sind Nikita und Léon – Der Profi. Das andere gängige Hauptklischee ist der Killer als seelenlose Mordmaschine, als Psychopath („Jason“), der als unerbittlicher Widersacher die Handlung bis zum konfliktgeladenen Höhepunkt vorantreibt.
Ihr Debüt erfuhr die Witchblade 1995 in einer von Silvestri und Turner konzipierten Comic-Serie, welche ab 2001 für 23 - durchaus unterhaltsame - Folgen den Weg auf den TV-Bildschirm fand. Ohashis Anime-Adaption des Witchblade-"Mythos" hat mit diesen ursprünglichen Fassungen nicht viel mehr als den Namen gemein, denn die Trägerin der Waffe der Götter ist nicht länger die New Yorker Polzistin Sara "Pez" Pezzini, sondern eine Frau ohne Vergangenheit, Masane Amaha.
Sechs Jahre nachdem ein Erdbeben Tokio verwüstete, kehren Masane Amaha und ihre Tochter Rihoko - kurz Riko - auf der Flucht vor der Kinderfürsorge, der NSWF (National Scientific Welfare Foundation), zurück in die noch in großen Teilen zerstörte Stadt. Eigentlich kann ich Animes nicht ausstehen! Das gilt jedenfalls für die, die nicht aus den Ghibli Studios stammen. Da ich aber regelmäßig Comics und Romane aus dem PaniniProgramm rezensiere, dachte ich: "Was soll’s, probierst halt mal sowas. Vielleicht ist ja ein netter Verriss drin!". Und nett wurde es dann tatsächlich. Wer ob des DVD-Covers, der FSK-16-Freigabe und letztlich auch der Original-Comics ein brutales, actiongeladenes Erotik-Spektakel erwartet, der reibt sich nach diesen ersten vier Episoden verwundert die Augen. Der Fokus der Geschichte liegt nämlich auf - und das ist nicht nur metaphorisch gemeint - Charakterzeichnungen, den Darstellungen der unterschiedlichen Beziehungsgeflechte, dem relativ ruhigen Erzählen und Entwickeln einer komplexen Handlung, die viele Fragen aufwirft. Das Artwork lässt sich mit dem Wort "stimmig" subsumieren. Die Figuren selbst sind zwar grafisch einfach strukturiert, weisen aber dennoch realistische Physiognomien und zahlreiche Charakteristika auf, die sie zu unverwechselbaren Individuen machen. Ihr Volumen, ihre Präsenz und Dynamik erhalten sie weniger durch starke, harte Striche - bspw. in den Faltenwürfen der Kleidung, im Fall der Haare - als vielmehr durch eine nuancierte Kolorierung. Der zurückhaltende Einsatz von Bewegungslinien sowie der weitgehende Verzicht auf elende Kawaii-Fratzen und vollkommen überzeichnete Mimiken scheint zu belegen, dass sich die Geschichte eher an reifere Zuschauer richtet. Auf der technischen Ebene bietet die DVD eine solide Qualität: Die Farben sind kräftig, das Bild ist kontrastreich, der Ton satt und die Synchronisation hervorragend. Allenfalls die Menü-Führung hätte etwas origineller gestaltet werden können, und über den japanischen Titelsong möchte ich lieber keine Worte verlieren. Fazit: atmosphärisch dichter, eher am Erzählerischen denn an der Action orientierter Anime mit exzellent gezeichneten Figuren. Vier Episoden, die Lust auf mehr machen.
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Hits: 3785 Kommentare (3)
![]() geschrieben von #NV, Dezember 19, 2007
Das klingt wie ein recht interessanter Anime! Wenn der je nachts (?) auf RTL 2 oder Vox läuft, werde ich ihn mir sicher aufnehmen.
geschrieben von einem Gast, März 03, 2011
Also hier möchte ich teilweise einen Einwurf leisten. Die deutsche Synchronisation ist wie bei den meissten Anime einfach nur viel zu schlecht. Mit der originalen japanischen Synchro gibt es so gut wie keinen Ersatz. Zweitens zum Opening Song der einfach nur richtig gut ist und auch die Stimmung trifft.
geschrieben von einem Gast, März 05, 2011
Ich gehöre zu den Synchro-Fans, da ich mit dem japanischen Sprachrhythmus, der Betonung usw. so überhaupt nichts anfangen kann und will; textinhaltlich gehört Witchblade zudem sicher nicht zu den großen philosophischen Filmen, bei denen es auf jedes Wort oder auch nur jedes zweite ankommt.
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a hatte ich natürlich nicht gesucht, sond...


