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Als die Welt zum Stillstand kam

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alsdiewelt

Titel: Als die Welt zum Stillstand kam
Autor: Gabi Neumayer
Buch-/Verlagsdaten: Beltz-Gelberg, August 2012, 446 Seiten gebundene Ausgabe, ISBN: 978-3407811202

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
weitere Rezensionen finden Sie hier auf fictionfantasy 

 

Wir schreiben das Jahr 2036. Die Menschheit ist in der Lage weite Strecken mittels der Technik zurückzulegen und dies wie in den Star Trek Filmen per beamen oder den Star Gate Filmen per Sternentor nur in kleinerem Massstab. Die Menschheit hat sich ganz auf dieses Transportsystem verlassen und ist in grossem Masse abhängig. Jedoch ging ein Traum der Menschheit in Erfüllung, die absolute Bewegungsfreiheit ist entstanden. Auf diese Weise ist es aber auch schwer, weitere Fahrzeuge zu verkaufen oder aber Einzelstaaten zu führen, weil alle Menschen auf einmal "verschwinden" können und den Staat mit seinen Mächtigen allein zurücklassen können. Mithilfe des weltweiten Tornetzes beamen Menschen sich in wenigen Sekunden von einer Stadt in die Nächste, von einem Land zum Anderen. So schnell, wie die Menschen reisen, reisen Informationen schon lange, aber mit dem Menschen reisen mehr und schneller die Informationen von A nach B.
Die drei Freunde Celie, Alex und Bernie können ein bewegtes Leben geniessen und sich treffen, wo immer sie wollen. Sie können in New York einkaufen, in Peking essen, auf Hawai den Sonnenuntergang geniessen und alles andere, was das Herz begehrt. Da trifft der tragische Tod von Celies Mutter und Erfinderin des Tornetzes, das Mädchen hart. Die trauernde Celie bricht alle Brücken hinter sich ab und will für einige Zeit allein sein. So findet sich das Mädchen in Irland festsitzend wieder, als die schier unglaubliche Katastrophe geschieht. Das Tornetz bricht zusammen. Während die etwas zickige Celie in Irland bei einer Gruppe von "Mobilen" lebt, Gegnern der Tortechnik und Technikfreak Bernie in Mecklenburg-Vorpommern festsitzt, ist der einfühlsame Alex in Berlin von der Welt buchstäblich abgeschnitten. Jeden Tag zerfällt die Welt ein bisschen mehr, weil auch die Strom- und Wasserversorgung durch die Tore gewährleistet wurde.
Durch Rückblicke mit Hilfe von Tagebucheinträgen werden weitere Hintergrundinformationen an den Leser weitergegeben. Dieser Trick ist schön, lesenswert aber ist der Gegner der Nebencharaktere, die eben auch dies durchführen.

Die Geschichte stellt ein atemberaubendes Zukunftsszenario vor, das den Leser bereits auf den ersten Seiten gefangen nimmt. Die Geschichte wird aus den verschiedensten Blickwinkeln beschrieben, was die Verfolgung des Fortgangs schwierig macht. Manchmal erkennt man nicht, aus wessen Sicht der Handlungsträger oder ganz und gar fremder Nebencharaktere berichtet wird. Gerade die Nebencharaktere, ohne die man auch auskommen könnte, sorgen dafür, mehr über die Hintergründe der Welt zu erfahren, die mit dem Glossar am Ende des Romans unterstützt werden. Jedoch wird nicht alles erklärt. Ein Manko, aber für den Fortgang der Erzählung nicht weiter wichtig.

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