Text Size

Die Wissende (Die Bibliothek der Schwarzen Magie, Band 1)

Bewertung: 3 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern inaktivStern inaktiv
 

starters

Titel: Die Wissende
Reihe: Die Bibliothek der Schwarzen Magie, Band 1
Autor: Christopher Nuttall
Buch-/Verlagsdaten: Blanvalet, Dezember 2014, 480 Seiten, Taschenbuch, ISBN: 978-3-442-26405-6

Eine Besprechung / Rezension von Stefanie

(weite Rezensionen von Stefanie auf fictionfantasy finden Sie hier oder auf ihrem Blog Casus' Bücherwelt)
 

Inhalt:
Die Bibliothekarin Elaine, eine Magierin mit nur geringer Kraft, stößt eines Tages bei der Arbeit auf ein Buch, das beim Öffnen einen Fluch auslöst. Als sie Tage später wieder erwacht, scheint erst alles normal zu sein, doch plötzlich wird das gesamte Wissen der Großen Bibliothek in ihren Kopf gepresst. Aus Angst, wegen verbotenen Wissen hingerichtet zu werden, hält Elaine diese Auswirkung des Fluches erst einmal geheim, beginnt aber Nachforschungen anzustellen.

Meine Meinung:
Um Christopher Nuttalls ersten Band der "Bibliothek der Schwarzen Magie" bin ich schon rumgeschlichen, seit ich es in der Vorschau das erste Mal entdeckt hatte. Bücher mit viel Magie reizen mich immer, wenn es dann auch noch selbst um Bücher, oder in diesem Fall das Wissen aus vielen Büchern, geht, ist das natürlich noch besser. Die Story klang also sehr interessant, die Umsetzung hat mich aber leider ein wenig enttäuscht.

Die Idee zu dem Buch hat mir gut gefallen. Es gibt zwar keinen ausgefallenen Weltenentwurf, wie in manch anderen Fantasy-Büchern, so dass auch keine Karte vorhanden war, aber insgesamt bietet die Welt eine gute Grundlage für die Geschichte. Es gibt verschiedene kleine Reiche mit ihren eigenen Regenten, die aber, aufgrund schlimmer Ereignisse in der Vergangenheit, alle unter magischer Oberaufsicht, vom Erzhexer und seiner Inquestio stehen.

Die Protagonistin Elaine ist selbst Magierin, allerdings verfügt sie nur über geringe Kräfte. Hier habe ich auch schon den ersten Kritikpunkt an der Geschichte. Am Anfang wurde diese Tatsache so oft wiederholt, dass es schon fast genervt hat. Im Laufe der Geschichte wurde es zwar weniger, aber trotzdem wurde es immer mal wieder erwähnt. Diese Tatsache ist zwar schon wichtig für die Geschichte, da durch den Fluch die Möglichkeit bestände, dass sich dies verändert, was große Gefahr birgt, doch trotzdem hat man als Leser auch nach dem ersten, spätestens zweiten Mal verstanden, dass Elaine nicht über viel Magie verfügt.

Wiederholungen scheint der Autor aber leider gerne zu haben, denn auch andere Sachen wurden öfter als nötig erwähnt. Wenn bei jedem weiteren Mal neue (wichtige!) Informationen dazu gekommen wären, wäre das ja in Ordnung gewesen, aber so war es schon irgendwie manchmal nervig. Insgesamt gab es in dem meiner Meinung nach eh zu viele Informationen auf einmal, so dass es oft ellenlange Absätze zu bewältigen gab, wodurch das Buch anfangs sehr zäh zu lesen war, so dass es bei mir gedauert hat, bis wirklich Spannung aufkam. Es hat zwar alles zur Geschichte gepasst, da wir ja aus Elaines Perspektive gelesen haben und ihr Kopf durch den Fluch ja auch fast vor Wissen platzen muss und ihr immer wieder neue Informationen in den Kopf kamen, aber für meinen Lesefluss war das nicht förderlich.

Nach dem ersten Drittel kam bei mir dann endlich wirkliche Spannung auf und im letzten Drittel das Buches habe ich wirklich an den Seiten geklebt, so dass ich es auch nicht mehr weglegen konnte. Ich war gespannt, wem man alles trauen könne und wer eher Intrigen schmiedet und seine eigenen Pläne verfolgt. Der Autor wusste es dabei immer wieder, mich zu überraschen. Beim großen Showdown hab ich mich die ganze Zeit gefragt, wie dies bloß alles enden solle.

Fazit:
"Die Wissende", Christopher Nuttalls erster Teil der "Bibliothek der Schwarzen Magie", lässt mich zwiespältig zurück. Die Idee finde ich echt toll, die Umsetzung war aber anfangs erstmal gewöhnungsbedürftig und hätte mich vielleicht auch zum abbrechen gebracht, wenn ich nicht so gespannt auf die Geschichte gewesen wäre. Am Ende habe ich aber regelrecht an den Seiten geklebt. Insgesamt kann ich aber nur 3 von 5 Muscheln für dieses Buch vergeben.

I WANT YOU

 

Fictionfantasy.de sucht Phantastik-Begeisterte, die bereit sind an dieser Seite mitzuarbeiten.

Die Hilfe kann ganz unterschiedlich sein und muss auch nicht unbedingt das Verfassen von Texten sein - auch am Layout muss gearbeitet werden oder an der Datenbank.

Wenn dies etwas für dich ist, scheibe einfach eine EMail an rupert.schwarz @ gmx.de.

Schriftsonar

Schriftsonar #55 erschienen.

Datastream:
Kai Meyer: Die Krone der Sterne
Ian McDonald: Luna
Ian M. Banks: Surface Detail
Daniel Suarez: Daemon
Daniel Suarez: Dark Net
Daniel Suarez: Kill Decision

 

Phantast

 

PHANTAST ist das kostenlose, gemeinsame Online Magazin von fictionfantasy.de und www.literatopia.de das ca. dreimal pro Jahr erscheint. Wie der Name schon sagt, dreht es sich um die Phantastik in all ihren Ausprägungen. Ob Fantasy, Science Fiction, Horror oder wilde Genremixe - im PHANTAST soll alles vertreten sein!
Für jede Ausgabe gibt es einen Themenschwerpunkt, nach dem sich die Artikel und Rezensionen richten.

Übersicht aller Ausgaben

Top 1000 der SF

Über 300 Leute haben aus über 2000 Büchern die Besten SF Werke abgestimmt. Hier gibt es die Ergebnisse.

Viel Spaß beim Stöbern.

Top 1000 der SF

Wer sind wir?

fictionfantasy ist ein verlagsunabhängiges Rezensionsportal für phantastische Werke und mehr. Derzeit sind über 15.000 Artikel abrufbar!
Du hast fehlende Angaben bei Autoren oder Buchtiteln gefunden? Hast du einen Blog und willst im fictionfantasy-Netzwerk mitmachen? 
Schreibe uns! Kontakt siehe Impressum!