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Das Amphora-Projekt

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Titel: Das Amphora-Projekt
Originaltitel: The Amphora Project
Autor: William Kotzwinkle
Übersetzer: Hans Pfitzinger
Buch/Verlagsdaten: Roman; Heyne Science Fiction (2007); 384 Seiten; 8,95 €; ISBN 978-3-453-52219-0

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Fern ab des galaktischen Geschehens auf dem Planeten Papierlaterne forschen Wissenschaftler mit außerirdischer Hilfe nach dem letzten Mysterium, das es zu entschlüsseln gibt: der Unsterblichkeit. Doch kurz vor Abschluss des Experiments beginnt alles schief zu laufen. Die zwielichtigsten Gestalten der Galaxis kreuzen auf und versuchen die enormen Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, und wäre das nicht genug, läuft das Projekt aus dem Ruder. Es gibt anstelle ewigen Lebens nur den verfrühten Tod. Die Menschen verwandeln sich in wenigen Augenblicken in Kristall. Dieser ist zwar wunderschön, aber der Mensch ist dennoch tot. Und während man verzweifelt nach einer Ursache sucht, beginnt sich die Kristallisierung auf den ganzen Planeten auszuweiten.

Liest man so die Inhaltsangabe, könnte man einen recht spannenden Roman erwarten. Spontan mag einem J. G. Ballards Kristallwelt einfallen, doch Autor William Kotzwinkle zog es vor, einen humorvollen Roman zu schreiben. Er lässt eine Reihe absurder und aberwitziger Ideen in seinen Roman einfließen und nimmt den Leser mit zu einer vollkommen verrückten Reise. Der Roman hätte ein echter Reißer werden können, doch leider versagte der Autor beim Aufbau seines Werkes auf der ganzen Linie. Jegliche Romanstruktur fehlt, und seine Protagonisten stolpern plan- und emotionslos durch den Roman. William Kotzwinkle gelingt es noch nicht einmal ansatzweise, seinen Protagonisten Leben einzuhauchen, und so wanken sie hölzern durch ein interessantes Szenario, aber den Leser lässt es kalt.

Gut, es ist schwer zu sagen, ob nur der Autor selbst einen schwachen Stil vorlegt oder ob der Übersetzer Hans Pfitzinger dem Stil nicht gewachsen war. Für mich jedenfalls war der Roman eine Qual. Zu Beginn dauert es eine ganze Weile, bis man begreift, worum es eigentlich geht. Mit den Protagonisten wurde ich zu keiner Zeit warm, und wenn es einen von ihnen erwischte, dann war mir das herzlich egal. Die Krönung des Ganzen war dann das Ende. Der Roman hört einfach auf. Es gibt keine Zäsur oder einen richtigen Schluss. Und natürlich wurde das ganze Rätsel nicht gelöst - nicht mal ansatzweise. Nein, auf solche Romane kann ich verzichten, und es gelang mir aus den angegebenen Gründen auch nicht, mich auf den Humor so richtig einzulassen. Sicherlich ist dies alles auch Geschmacksache, und ein Anderer mag den Roman hervorragend finden.
4 von 10 Punkten.

 

Das Amphora Projekt - Rezensionsübersicht

 

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