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Reihe: Gruselkabinett, 35. Band Titel: Das Schloss des weißen Lindwurms Originaltitel der Vorlage: The Lair of the White Worm Autor: Bram Stoker Titelbild: Firuz Askin Sprecher: Markus Pfeiffer, Hasso Zorn, Joachim Pukaß, Katja Nottke, Melanie Hinze, David Nathan, Peter Reinhardt, Anja Stadlober Buch/Verlagsdaten: Titania Medien (09.04.2009); 1 CD = ca. 70 Minuten; 8,95 €; ISBN: 978-3-7857-3825-2
Eine Besprechung / Rezension von Max Pechmann (weitere Rezensionen von Max Pechmann auf fictionfantasy findet man hier)
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Bram Stokers Roman „The Lair of the White Worm“ wurde bereits zweimal verfilmt. Einmal als legendäre Hammer-Produktion unter dem Titel “Das schwarze Reptil” und ein weiteres Mal als “Der Biss der Schlangenfrau” des Regisseurs Ken Russel. Nun haben auch Marc Gruppe und Stephan Bosenius sich dieses Stoffes angenommen und daraus ein Hörspiel für ihre Reihe „Gruselkabinett“ gemacht.
Darin erhält der in Australien lebende Adam Salton eine Einladung seines Großonkels Richard Salton, zurück nach England zu kommen, in der Hoffnung, eines Tages sein Erbe anzutreten. Adams neuer Wohnort liegt in einer historisch geprägten Gegend. Bereits Kelten und Römer hausten dort. Die Nachbarn in der Umgebung erweisen sich als äußerst exzentrisch. Besonders Lady Arabella March, die einsam in einem abgelegenen Schloss lebt, fällt Adam hierbei auf. Doch über sie gibt es sehr seltsame Gerüchte.
Wie meistens bei den Hörspielen aus der Reihe „Gruselkabinett“ wird das Stück durch eine hektische, ja panische Situation eingeleitet, worauf die eigentliche Geschichte beginnt. Diesmal jedoch erscheinen Dichte und Spannung weniger ausgeprägt als in den übrigen Stücken aus der Reihe „Gruselkabinett“. Eine bedrohliche oder auch ergreifende Atmosphäre, die in den anderen Hörspielen des Labels stets präsent ist, will nicht ganz aufkommen. Dies liegt zum einen an den Dialogen, die nicht so recht die Geschichte in Schwung bringen, sondern vielmehr etwas trocken die Gräfin und ihr sonderbares Geheimnis skizzieren. Mit Sicherheit gelingt es Marc Gruppe einmal mehr die Gepflogenheiten des viktorianischen England lebendig werden zu lassen. Doch hier verliert sich das Hörspiel teilweise zu sehr in die Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren, so dass das Grauen, das die Handlung prägen sollte, gelegentlich in Vergessenheit gerät. Erst gegen Ende erfährt der Hörer von einigen merkwürdigen Geschehnissen, die sich in dieser Gegend immer wieder zutragen. Doch da wirkt der Nachhall des Prologs, auf den sich die Informationen beziehen, nicht mehr. Zwar überzeugen Musik und Geräusche. Das Hörspiel als Ganzes reicht jedoch nicht an die glänzenden Vertonungen der übrigen Folgen aus der Reihe Gruselkabinett heran.
Das Schloss des weißen Lindwurms - die Rezension von Erik Schreiber
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