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Phantast
| Offenbarung (Silver Surfer) |
| Comic - Amerikanische Comics | |||||
Als nach 146 Ausgaben und gut zehn Jahren Laufzeit 1998 die zweite "Silver Surfer"-Serie - den Lee/Byrne-Oneshot von 1982 (in offizieller Diktion: SilverSurfer Vol. 2) als "Serie" zu bezeichnen, ist deutlich zuviel des Guten - mangels finanziellen Erfolges eingestellt wurde, lag es auf der Hand, dass der nächste Versuch, dem wohl mächtigsten und tragischsten Helden des Marvel-Universums ein Comeback in einer eigenen Reihe zu bescheren, nicht lange auf sich warten lassen würde. Denise A. Waters, Afroamerikanerin und selbsternannte wahrsagende Voodoo-Priesterin, hält sich und ihre autistische Tochter Ellie mit kleineren Betrügereien über Wasser. Eines Tages wird das Mädchen von einer gleißenden hellen Gestalt vor den Augen der Mutter aus ihrer Wohnung entführt. Für Denise beginnt damit eine emotionale Odyssee auf der Suche nach ihrem über alles geliebten kleinen Mädchen. Zunächst zum Artwork: Ein feiner Strich dominiert die um sehr hohen Realismus bemühten, detailreichen Zeichnungen. Die Seitenaufteilung folgt überwiegend einem klassischen Panel-Aufbau, wobei einige großformatige Grafiken und/oder eine freiere Gestaltung das Erscheinungsbild auflockern. Herausragend ist die Kolorierung, die die jeweilige Atmosphäre der unterschiedlichen Umgebungen - der Slums, der Kriegsschauplätze, der fremdartigen Planeten - grandios einfängt und die in der Simulation der silbrigen Haut des Helden mit ihren Reflexionen und Spiegelungen ihren Höhepunkt findet. Einziger - kleiner - Kritikpunkt mag das Fehlen jener unverwechselbaren künstlerischen Handschrift sein, die das Comic aus dem glatten Mainstream herausragen lässt. So ansprechend die grafische Gestaltung, so enttäuschend die Story (zumindest für Silver-Surfer-Fans): zum einen, weil - allein rein quantitativ - Ellie und ihre Mutter Denise die Hauptprotagonisten sind, der größere Teil der Erzählung sich um ihre Erlebnisse (auf der Erde) dreht. Der Silver Surfer tritt lediglich immer dann in Erscheinung, wenn es gewichtige Urteile zu fällen gilt und in gesalbten Worten über Sinn und Unsinn des Lebens, des Universums und des ganzen Restes schwadroniert werden soll. Der Story fehlt jene erzählerische Leichtigkeit, die gerade den alten Lee/Buscema-Ansatz auszeichnete, die aber auch noch in den meisten Heften der 87’er-Serie spürbar war. Bemerkenswerterweise gelang es den Autoren damals, eine elegische Grundstimmung voller Pathos zu kreieren, dem Hauptprotagonisten eine tragische Tiefe zu verleihen, ohne ihn permanent jammern und metaphysikeln zu lassen.
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Hits: 3233 Kommentare (2)
![]() geschrieben von Rusch, August 23, 2007
Ich kann der Rezi nur voll zustimmen. Die Serie war esotherisch total vermurkst. Hat mir überhaupt nicht gefallen.
geschrieben von Anonymous, August 25, 2007
Uff, ich hatte schon befürchtet, dass ich mit meiner Meinung alleine dastehe. Wenn ich an den Silver Sufer denke habe ich ein Bild vor Augen, dass ich momentan keinem Comic zuordnen kann (ist in Deutschland IMO bei Condor erschienen): den Weltuntergang annehmend schwebt der Surfer auf seinem Brett über Hungernde und Leidende. Mit einem Ausdruck "unendlicher" Qual lässt er dabei Brot regnen, damit sich die Mensch noch ein letztes Mal satt essen können. Vergolten wird ihm diese Tat schlussendlich dadurch, dass ihn die Menschen steinigen. Die Gestik, der Auftritt als Messias, die Passion sind Pathos pur und einfach nur geil. In diesen Bildern wird ohne großes Esotherik-Gelaber all das subsumiert, was den Surfer je auszeichnete.
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a hatte ich natürlich nicht gesucht, sond...


