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Bio- und Bibliografien

Tschingis Torekulowitsch Aitmatow

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Biographie

Eigentlich Tschynggys Aitmatow(?????? ????????), Diplomat und Schriftsteller. Er wurde in dem kleinen Dorf Sheker im Talas-Tal, im westkirgisischen Grenzgebiet zu Usbekistan, geboren. Er war das älteste von vier Geschwistern. Seine Eltern arbeiteten dort als Verwaltungsbeamte, sein Vater war Gebietsparteisekretär der KPdSU in Kirgisistan. Seit seinem 14. Lebensjahr musste er als Gehilfe des Sekretärs des Dorfsowjets arbeiten. Tätigkeiten als Steuereintreiber, Lagerarbeiter und Maschinenassistent folgten. 1935 folgte der Umzug nach Moskau, wo der Vater studieren wollte. Zwei Jahre später wurde sein Vater im Zuge der stalinistischen Säuberungen hingerichtet, 1956 aber rehabilitiert. Aitmatow studierte ab 1946 Veterinärmedizin und Zoologie und arbeitete unter anderem als Zootechniker, da er sich vorher an der russischen Schule für das Studium qualifizieren konnte. Er studierte zuerst an der Technischen Hochschule in Dschambul (heute Taras) und bis 1953 am Landwirtschaftsinstitut von Kirgisistan in Frunse (heute Bischkek), wo er mit Auszeichnung bestand. 1951 begann er seine journalistische Tätigkeit mit Übersetzungen kirgisischer Prosa ins Russische, arbeitete jedoch weiter am wissenschaftlichen Forschungsinstitut. 1952 erschien seine erste Geschichte in einer Zeitung. 1958, er war seit zwei Jahren wieder in Kirgisistan, gelang ihm mit der Liebesgeschichte "Dschamilja" ein Welterfolg. Er arbeitete als Tierzüchter und besuchte 1954 bis 1956 einen Lehrgang für junge Autoren am Moskauer Gorki-Literatur-Institut. "Dschamilja" war seine Abschlussarbeit. Danach wurde Aitmatow zu einem der erfolgreichsten kirgisisch-russischen Schriftsteller. Allerdings arbeitete er auch acht Jahre lang für die Parteizeitung "Prawda". Zu dieser Zeit war er Chefredakteur für "Literaturnaja Kirgizija", ab 1988 Chefredakteur von "Innostrannaja Literatura". Für seine Romane erhielt er einige Staatspreise. Sie wurden u. a. ins Deutsche sowie in viele andere Sprachen übersetzt und verfilmt. Lange Zeit arbeitete er als Botschafter in Luxemburg. Dazu war er Abgeordneter bei der UNESCO und Vertreter Kirgisiens bei der europäischen Union.
1981 veröffentlichte er den SF-Roman "Ein Tag länger als ein Leben" (? ?????? ???? ?????? ????). Der Roman wurde 1982 unter dem Titel "Der Tag zieht den Jahrhundertweg" (???????? ??????????) in der DDR veröffentlicht. Aitmatow überarbeitete das Buch, ergänzte es um mindestens ein Kapitel und veröffentlichte es erneut, diesmal als "Ein Tag länger als ein Leben". Von 1988 bis 1990 war er Vorsitzender des kirgisischen Autorenverbandes. 1994 erschien "Das Kassandramal" (????? ?????????). 1990 wurde er sowjetischer Botschafter in Luxemburg; bis März 2008 war er Botschafter für Kirgisistan in Frankreich und den Benelux-Staaten und lebte in Brüssel. Aitmatow litt an Diabetes. Bei Dreharbeiten im Wolgagebiet erlitt er im Mai 2008 einen Schwächeanfall.
Er starb am 10.06.2008 nach einem dreiwöchigen künstlichen Koma im Nürnberger Klinikum an den Folgen einer schweren Lungenentzündung.

(Biografie von Erik Schreiber)

Preise:
Leninpreis
1963 für "Abschied von Gülsary"

Staatspreis
1968

Pseudonyme:

Keine bekannt

Links:

Bibliographie (Auswahl):
[Auf fictionfantasy.de rezensierte Bücher sind mit Link unterlegt und fett gekennzeichnet.]

Romane

Titel

Originaltitel?/strong>

© Jahr

Der Tag zieht den Jahrhundertweg

I dolsche veka dlitsja den / ???????? ??????????

1982

Das Kassandramal ????? ????????? 1994
Ein Tag länger als das Leben ? ?????? ???? ?????? ???? 1981

Phantast

 

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