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Hospital Station (General Sector, Band 1)

Bewertung: 5 / 5

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Serie / Zyklus: General Sector-Serie, Orbit Hospital Band 1
Titel: Hospital Station
Originaltitel: Hospital Station
Autor: James White
Übersetzer: Kalla Wefel
Verlag / Buchdaten: Heyne, 1997

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Das Buch stellt sich nicht als durchgehender Roman dar, sondern als eine Sammlung von Kurzgeschichten, die die Anfänge des Orbit Hospital und deren Protagonisten beschrieben.

In Der Mediziner erzählt White, wie der spätere Chefpsychologe O'Mara als Techniker am Aufbau des Orbit Hospitals tätig ist und durch einen Unfall mit einem FROB-Baby konfrontiert wird. In der galaktischen Medizin bedient man sich einer Vier-Buchstaben-Reihe, um die physiologischen Eigenschaften eines jedlichen Wesens zu beschreiben, wobei ein Buchstabe für die Anzahl der Extremitäten, einer für die Art des Metabolismus steht und so weiter. Die Menschen werden zum Beispiel als DBDG bezeichnet. Ein FROB ist ein riesiges, auf einer Schwerkraftwelt lebendes, Wesen, was O'Mara, der für das Kind sorgen muss, entsprechend Schwierigkeiten bereitet. Umso amüsanter ist es zu lesen, wie er bar jedlichen Wissens über die Krankheiten und Lebensgewohnheiten des FROB versucht, eine gute Kinderkrankenschwester zu sein...

Das Orbit Hospital ist der Einstand des Arztes Conway, dessen Erlebnisse und dessen Werdegang man in diesem und den folgenden Romanen miterleben kann. Als einfacher Assistenzarzt schafft Conway es immer wieder mit den absonderlichsten und merkwürdigsten ausserirdischen Patienten zusammen zu kommen und löst schier unmögliche Probleme mit aussergewöhnlichen Methoden. In dieser Geschichte wird Conway kurz nach seiner Ankunft auf dem Hospital mit einer Tefligestalt konfrontiert, einem aus mehreren Teilen bestehenden Wesen, das nur in der Gesamtheit Intelligenz besitzt. Das Wesen lebt von Radioaktivität, wurde aber bei einem Unfall im Reaktor des Raumschiffes mehr oder weniger übersättigt.
Die Heilung des Ausserirdischen (Klassifikation VTXM) wird allerdings durch einen dramatischen Unfall unterbrochen, als ein führerloses Raumschiff ungebremst in das Hospital rast und weite Teile in Mitleidenschaft zieht. Conway wird zum ersten Mal mit der Notwendigkeit konfrontiert, ein Wesen zu töten, um viele andere zu retten.

In Immer Ärger mit Emily muss Conway als Assistent eines nur golfballgroßen, ausserirdischen Arztes die telepatischen Fähigkeiten eines Dinosauriers erwecken. Sehr interessant, was man alles in einem Frachter verstauen kann!

Die Geschichte Ein aussergewöhnlicher Besuch handelt von einem amöbenartigen Patienten, der Conway buchstäblich auf Trab hält. Einerseits ist das Elternwesen kurz vor dem Auflösungstod und das in Panik geratene Kindwesen steht kurz vor der Nahrungsaufnahme - und bedroht sind hier die anderen Patienten des Hospitals!

Ein Schiffbrüchiger wird der erste Patient des frischgebackenen Chefarztes Conway und ist sogleich der Auslöser für ein Hospitalweites Befremden gegenüber Conways aussergewöhnlichen Therapiemethoden - bzw. hier besteht seine Heilung aus "nichts machen". Doch das Ergebnis gibt Conway schließlich recht...

EIn unterhaltsames Buch rund um das Galaktische Krankenhaus - für Freunde der gediegenen Space Opera und ein wenig Sence of Wonder genau das richtige. Zugreifen!

Hospital Station - Rezension von Ulrich Blode

Sector General-Serie - Übersicht

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