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Horror Film

Red Lights

Bewertung: 0 / 5

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Titel: Red Lights
Orginaltitel: Red Lights
Regie: Rodrigo Cortés
Drehbuch: Rodrigo Cortés
Darsteller: Cilian Murphy, Robert de Niro, Sigourney Weaver, Elizabeth Olsen, Joely Richardson
Musik: Victor Reyes
FSK: ab 12 Jahren
Spieldauer: 113 Minuten
Studio: Versus Entertainment
Erscheinungsjahr: 2012

Eine Rezension von Sonja Buddensiek
(weitere Rezensionen von Sonja Buddensiek auf fictionfantasy finden sie hier oder auf ihrem Blog "Back down to Earth ")

"Ein ganzes Leben lang habe ich mich verleugnet, aber insgeheim nach jemandem gesucht, der so ist wie ich. Ein ganzes Leben lang habe ich eine Antwort gesucht. Und konnte sie nicht finden."

STORY
In abgeklärter Routine und mit messerscharfem Verstand entlarven die Psychologin Dr. Margeret Matheson und ihr ambitionierter Assistent Tom Buckley seit Jahren vermeintliche paranormale Phänomene - Geistererscheinungen, übersinnliche Fähigkeiten - als Täuschung und Betrug. Als der legendäre Magier Simon Silver nach 30 Jahren sein Bühnen-Comeback feiert, sehen sie ihre Chance gekommen, ihn als Scharlatan zu überführen. Doch nicht nur sind Kollegen und die Öffentlichkeit gegen sie, auch geht es im ausufernden Psycho-Duell nicht mit rechten Dingen zu.

MEINE MEINUNG
Ein paranormaler Thriller mit drei sehr bekannten und begabten Hollywood-Stars? Eine originelle Geschichte mit völlig neuen Elementen? - Das kann ja eigentlich nur gut sein! Mit hohen Erwartungen ging ich dementsprechend an "Red Lights" heran. Diese wurden auch zum großen Teil erfüllt, dennoch kann dies nicht über die Schwächen hinwegtäuschen...

Der Film beginnt mit der Aufdeckung eines Schwindels im Haus einer Familie. So wird gleich in die Geschichte und die Arbeit der Wissenschaftler eingeführt, was einen guten Einblick gibt. Auch danach werden immer wieder die Tricks der Betrüger entlarvt, was das ganze äußerst spannend macht. Schade ist nur, dass man bei einigen Dingen nicht erfährt oder erkennen kann, wie das Ganze nun von sich ging. Möglicherweise hätte das aber auch die eigentliche Handlung überschattet. Die Atmosphäre des Streifens ist die meiste Zeit über sehr düster und dicht, was den Zuschauer an die Handlung fesselt und nicht mehr loslässt.

Es ist erfrischend, Cilian Murphy nach langer Zeit mal wieder in einer Rolle zu sehen, in der er keine skrupellosen Ziele verfolgt und nicht ausnahmslos böse ist. Er besitzt einen interessanten Charakter, der sich vom normalen Assistenten zum fast schon Besessenen im Fall Silver wandelt - was es damit auf sich hat, wird am Ende erklärt. Seine Darstellung ist durchweg glaubwürdig und sorgt für Identifikation durch die Lebendigkeit. Seine Chefin Margeret ist seelisch belastet und gibt alles dafür, Schwindler zu enttarnen. Sie hat dies zu ihrem Lebensinhalt gemacht und wirkt daher etwas kühl und distanziert, bleibt aber dennoch menschlich. Sigourney Weaver ist in dieser Rolle gewohnt toll anzusehen und überzeugt auf ganzer Linie.

Robert de Niro ist als Simon Silver nie so ganz zu durchschauen und bleibt damit immer extrem geheimnisvoll. Sein Spiel erlaubt es so dem Leser, allerlei Vermutungen anzustellen, was es mit ihm auf sich hat: Was hat er vor? Ist seine Blindheit echt? Und woher hat er seine Kräfte? Ebenso glaubhaft ist aber auch Elizabeth Olsen, die meiner Meinung nach eindeutig mehr Verständnis von Schauspiel zeigt als ihre Zwillingsschwestern. Dass dann sogar Nebencharaktere wie Paul Shackleton alias Toby Jones und Craig Roberts als Ben durch Stärke und gut überlegte Wesenszüge überzeugen können, hat mich noch einmal positiv überrascht.

Die Geschichte ist spannend aufgebaut und überzeugt mit einem langen, nur wenig abfallenden Spannungsbogen. Durch die paranormalen Elemente, die Tricks und Spielereien und die überraschenden Begebenheiten bleibt es beinahe durchweg spannend. Die Auflösung konnte ich mir allerdings schon recht früh denken - denn wie so oft wurde hier gerade die unglaublichste und unerwartetste verwendet, die für mich so sehr vorhersehbar war. Außerdem ist sie eher weniger logisch, denn nur wenige der Vorkommnisse werden damit wirklich erklärt. Gut erklärt wird manches zwar durch die Rückblenden, aber richtig überzeugen kann es nicht. Dieses Gefühl machen die schönen, tiefsinnigen und einen guten Abschluss bildenden Schlussworte schon fast wieder wett, was den Zuschauer letztendlich trotzdem zufrieden stimmt.

FAZIT
Auf "Red Lights" habe ich mich aufgrund der Story und der Darsteller sehr gefreut - zu recht! Spannend, mit guten Effekten und toll gespielt kann er in vielen Punkten überzeugen. Nur das Ende wirkt nicht ganz schlüssig und konnte mich nicht vollständig überzeugen. Dennoch knappe 4 Punkte und eine eindeutige Empfehlung!

 

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